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1. Essen-Consensus-Workshop 2009 für Chinesische Medizin in Deutschland

08.09.2009
Rückblick und Ausblick: 10 Jahre Klinik für Naturheilkunde an den Kliniken Essen-Mitte

Seit nunmehr 10 Jahren wird an der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin in Essen daran gearbeitet, Methoden der Komplementärmedizin und insbesondere der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nach Kriterien der "westlichen Wissenschaft" zu erforschen und zu praktizieren, um sie als gesicherte Grundlage mit der Schulmedizin zusammenzuführen.

Weit über 20.000 Patienten hat das Team um Chefarzt Professor Dr. med. Gustav Dobos am Knappschafts-Krankenhaus der Kliniken Essen-Mitte seitdem stationär und ambulant betreut. Das 10jährige Bestehen ist für die Mediziner und Therapeuten deshalb nicht nur ein Grund zum feiern am 18. September 2009, sondern auch für Bestandaufnahme und Ausblick.

Deshalb findet am Folgetag, am 19. September, der 1.
Essen-Consensus-Workshop 2009 für Chinesische Medizin in Deutschland statt.
Ziel der Klinik war es von Beginn an, Patienten das jeweils "Beste aus zwei Welten" anzubieten, also die Stärken von chinesischer/ naturheilkundlich ausgerichteter und westlicher Medizin zu vereinigen. Seit Oktober 2004 wird das auch durch universitäre Forschung unterstützt, als der von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung geförderte Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Universität Duisburg-Essen eingerichtet wurde. Damit existiert in Essen eine einzigartige Institution, die sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Themenfeld "Naturheilkunde und Integration der Verfahren in medizinische Versorgungsangebot" befasst.

Prof. Dobos: "Die aus dem NRW-Modellprojekt gewonnenen medizinischen Erkenntnisse hat unsere Klinik in der Regelversorgung erfolgreich und zum Wohl der Patienten etabliert. Dabei geht es nicht um ein entweder/oder, sondern darum, das nachweisbar Beste aus allen Schulen zu nutzen. Als Mediziner fühle ich mich verpflichtet, meinen Patienten alle Erfolg versprechenden Therapien anzubieten. Als Wissenschaftler ist es meine Aufgabe - und mein Interesse - die Wirkungen und Ursachen zu erforschen. Beides ist durch die in den letzten 10 Jahren aufgebauten Strukturen möglich geworden. Damit sind wir Vorreiter in dem Bereich für ähnliche medizinwissenschaftliche Einrichtungen weltweit."

Möglich ist die in dieser Form einzigartige Förderung von TCM in Europa durch die renommierte Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Deren Vorsitzender Prof. Berthold Beitz hat sich nicht nur 2004 für die Einrichtung des Lehrstuhls mit dem Schwerpunkt TCM eingesetzt, sein Ziel ist es auch, bestehende Kontakte mit den Koryphäen in China auszubauen. "Es ist mir ein großes Anliegen die Kombination aus westlicher und chinesischer Medizin zu unterstützen", sagt Prof. Berthold Beitz, langjähriger Generalbevollmächtigter der Alfried Krupp Werke und hoch angesehener Wirtschaftsführer, der China schon vor Jahrzehnten erstmals besucht hatte.

"Die chinesische Heilkunde hat den unschätzbaren Vorteil, dass sie auf letztlich jahrtausende lange Erfahrungen zurückblicken kann, den Menschen im Zusammenhang mit seinem Tun und seiner Umwelt betrachtet und das Zusammenwirken von Körper und Geist als elementar betrachtet", weiß Prof. Dobos. "Auf der anderen Seite verfügt die westliche Medizin unstrittig über nahezu perfekte Methoden, konkrete körperliche Erkrankungen zu diagnostizieren und sie mit modernsten Techniken und Medikamenten schnell zu heilen, was gerade für viel beschäftigte Unternehmensführer eine Notwendigkeit ist."

Unterstützt werden Professor Dobos und sein Team dabei auch durch die Karl und Veronica Carstens-Stiftung, die in Forschungsarbeit und Informationsaufbereitung für naturheilkundlich interessierte Menschen engagiert ist. Auch die Erich Rothenfußer Stiftung fördert die Naturheilkunde und ist vor allem in die Patientenversorgung eingebunden.

Mit der Frage, wie sich Integrative Medizin nach 10 Jahren Forschung und 5 Jahren Lehrstuhl in das deutsche Gesundheitssystem und in die westliche Schulmedizin einbauen lässt, beschäftigt sich der 1. Essen-Consensus-Workshop 2009 für Chinesische Medizin am 19. September. Bei der von der Robert Bosch Stiftung ermöglichten Veranstaltung tauschen sich Experten darüber aus, welche Schritte unternommen werden müssen, um TCM nachhaltig in Deutschland zu implementieren.

Carol Man | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kliniken-essen-mitte.de

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