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Welche Folgen hat der Klimawandel für Niedersachsen? Dieser Frage gehen in einem groß angelegten Projekt zur Klimafolgenforschung insgesamt 19 Universitäten und Forschungseinrichtungen nach.
Der Forschungsverbund „Klimafolgenforschung in Niedersachsen (KLIFF)“ wird koordiniert von der Universität Göttingen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert das Projekt seit 2009. Nun wurde nach einer erfolgreichen Zwischenbegutachtung eine weitere zweijährige Förderphase mit einem Volumen von insgesamt fünf Millionen Euro bewilligt. Insgesamt besteht KLIFF aus sieben themenbezogenen Forschungsverbünden, die sich auf die Bereiche Klima, Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Tourismus, Wasserwirtschaft, Küstenschutz und Raumplanung konzentrieren.
Die Gutachter der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen bescheinigen KLIFF ein hohes Potenzial für die Entwicklung tragfähiger Anpassungsstrategien an den Klimawandel – und das weit über Niedersachsen hinaus. Erste Ergebnisse im Bereich der Milchviehhaltung zeigen beispielsweise verschiedene Möglichkeiten auf, trotz des Klimawandels und steigender Temperaturen Ertragseinbußen zu minimieren. Im Bereich der Forstwirtschaft zeigten sich erhebliche Unterschiede im Aufbau und Wachstum von Buchenbeständen entlang eines Klimagradienten, was Folgen für die forstliche Planungspraxis hat. Und im Küstenschutz konnten die Wissenschaftler anhand von Computersimulationen zeigen, dass die Schutzfunktion der Deiche an den niedersächsischen Küsten in den kommenden 50 Jahren ausreichend ist.
In der zweiten Förderphase stehen die Zusammenführung der Ergebnisse aus den einzelnen Forschungsbereichen sowie die Analyse der Besonderheiten der niedersächsischen Regionen im Zuge des Klimawandels im Vordergrund. Aus diesen wissenschaftlichen Ergebnissen werden dann Handlungsempfehlungen und Anpassungsstrategien entwickelt und beispielsweise an Landwirte, Forstwirte, Wasserbauingenieure oder Städteplaner weitergegeben. Die Handlungsempfehlungen werden in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Akteuren und mit Blick auf deren Bedürfnisse entwickelt, um die praktische Relevanz der Vorschläge sicherzustellen. Die Ergebnisse des KLIFF-Programms fließen direkt in die Niedersächsische Anpassungsstrategie an den Klimawandel ein. Die Koordination von KLIFF liegt bei der Sektion Waldökosystemforschung des Zentrums für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung der Universität Göttingen.
Kontaktadresse:
Dr. Stella Aspelmeier
Georg-August-Universität Göttingen
Zentrum für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung
Sektion Waldökosystemforschung
Büsgenweg 2, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-3501, Fax (0551) 39-9762
E-Mail: kliff@gwdg.de
Beate Hentschel | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.kliff-niedersachsen.de/
www.gwdg.de
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