Anzeige
Wie kann ich sexuellen Missbrauch erkennen? Wie kann man ihn möglicherweise verhindern? Wie gehe ich damit um, wenn ein Kind sexuell missbraucht wurde? Welche Möglichkeiten gibt es, das Geschehene zu verarbeiten?
All dies sind Fragen, die sich Menschen, die in pädagogischen Berufen und in Heilberufen in Betreuungseinrichtungen arbeiten, stellen müssen. Die Bundesregierung hat deshalb den ,Runden Tisch - Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" ins Leben gerufen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat in diesem Zusammenhang seine Bildungs- und Gesundheitsforschung intensiviert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Erfahrungen mit innovativen Lernansätzen im E-Learning Bereich.
"Wir setzten auf innovative Ansätze wie E-Learning und webbasierte Anwendungen, weil wir hier neue Impulse in der Fortbildung erwarten", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. "Dies ist ein Thema, das wir im Forschungsministerium weiter verfolgen werden", so Schavan weiter. "Wir hoffen, dass wir so zu einem besseren Kinderschutz beitragen können."
Vor diesem Hintergrund entwickelte die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm ein Aus-, Weiter und Fortbildungskonzept. Mit Hilfe internetbasierter "E-Learning Lernbausteine" sollen pädagogische Berufe und Heilberufe im Umgang mit sexuellem Kindesmissbrauch geschult werden. "Die E-Learning Module können hier einen entscheidenden Beitrag leisten. Wir freuen uns, diese Aufgabe angehen zu können", betont der Ärztliche Direktor Jörg. Fegert.
Kern der E-Learning Module sind Grundlagen- und Methodenwissen sowie Fallbeispiele, die von Experten erarbeitet und zu interaktiven und multimedialen Lerntools entwickelt werden. Als Optionen werden das Selbststudium sowie eine Kombination von Selbststudium und Präsenzkursen (blended-learning) angeboten.
Schon im ersten Jahr werden nach einer onlinegestützten Bedarfsanalyse und einem Expertenpanel Grundlagentexte zum Umgang mit sexuellem Kindesmissbrauch freigeschaltet. Im zweiten und dritten Jahr werden konkrete Methodenkapitel und Fallvignetten produziert, erprobt und evaluiert. Zusätzlich werden ab dem zweiten Jahr dezentrale Schulungen sowie Schulungen für Multiplikatoren durchgeführt. Der Entwicklungsprozess wird kontinuierlich von einem wissenschaftlichen und einem Praxisbeirat begleitet.
An der Entwicklung und Verbreitung des E-Learning Module sind neben der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm unter anderem folgende Einrichtungen beteiligt: Landesärztekammer und Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg, Bundespsychotherapeutenkammer, Medizinische Fakultät der Universität Frankfurt, Zentrum für Lehrerbildung der Universität Münster, Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen Baden-Württemberg, Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg, Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen, Bundesverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, Sektion Schulpsychologie in Berlin, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Weitere Informationen
Ansprechpartner für das Projekt ist Herr Dr. Hubert Liebhardt, Universitätsklinikum Ulm, Kinder- und Jugendpsychiatrie, 0731-500-61648, hubert.liebhardt@uniklinik-ulm.de, http://www.uniklinik-ulm.de/kjpp
Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm hat des Weiteren die Plattform der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des Sexuellen Kindesmissbrauchs (http://www.beauftragte-missbrauch.de) als auch die Lernplattform zu Frühen Hilfen im Auftrag des Sozialministeriums Baden-Württembergs (http://www.elearning-fruehehilfen.de) erarbeitet.
Quelle: BMBF Newsletter
Weitere Informationen: www.bmbf.de
Weitere Berichte zu: Bildung und Forschung > BMBF > E-Learning > Fortbildung > Heilberuf > Jugendpsychiatrie > Kindermedizin > Kindesmissbrauch > Missbrauch > Schulung > Selbststudium
Den Tumor fest im Visier
24.05.2012 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Fraunhofer IPT kürt fünf Unternehmen mit ausgezeichneter Einkaufsorganisation
24.05.2012 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten