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Mit ihrem selbst entworfenen Sitzgurt „Kurt“ werden die drei Nachwuchsdesigner im Anschluss an die Preisvergabe auch in einer Ausstellung im MARTa sowie an weiteren Orten vertreten sein.
Mit „Kurt“ bekommt der Sitzgurt, wie wir ihn kennen, eine völlig neue Bedeutung. Sicherheitsgurte aus alten Autos bilden die Grundlage für dieses Sitzsystem. Verpackt in eine Tasche aus Verschnittresten der Cabrioverdeckindustrie lässt sich „Kurt“ an nahezu jeden Rucksack montieren.
„Einfaches einhängen genügt“, erläutern die Designer. „Man muss den Gurt nicht erst aus dem Rucksack holen, bevor man sich setzen kann, sondern er befindet sich immer griffbereit. Hinsetzen, den Gurt um Beine, Knie oder Füße legen, verschließen und durch einen ruckartigen Zug am Gurt sperren.“
Aufgrund des Auszuges sei „Kurt“ stufenlos verstellbar, dies ermöglicht eine Vielzahl an Sitzpositionen. Wie auf einem Stuhl kann man sich nach hinten lehnen, während der Rücken durch den Gurt gehalten wird. Zum Aufstehen muss lediglich die Verschlusstaste gedrückt werden, und der Gurt zieht sich von allein zurück in die Tasche.
Den Gurt entworfen haben die beiden Studenten des Fachbereichs Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur zusammen mit dem Bielefelder Studenten Juri Welsch. Gemeinsam bilden sie seit 2011 das Kollektiv voxel-studio.
„Durch die wechselnden Verschnittstoffe der Cabrioverdeckindustrie ergeben sich immer neue Farbkombinationen, was jeden „Kurt“ zu einem Unikat macht“, erläutern die Drei. „Um diese Authentizität zu unterstützen, wird jede „Kurt“-Tasche mit der Fahrgestellnummer des PKW versehen, aus dem der Sicherheitsgurt entnommen wurde.
Über einen eigens eingerichteten Blog kann der Nutzer weitere Informationen zu seinem „Kurt“ erhalten. Der Einblick auf das erste Leben der Materialien bleibt also ein untrennbarer Teil des neuen Produktes.“ Ausgediente „Erste Hilfe Kästen“ dienen als Verpackung für den Gurt. Wie entstand die Idee zu „Kurt“? Dazu Patric Günther: „Im Studium wird einem die Verantwortung, welche man als Designer gegenüber seiner Umwelt hat, verdeutlicht. Aspekte, wie die Nachhaltigkeit zu fördern und ökologische Lösungsansätze zu finden, werden seit Studienbeginn vermittelt. Da lag es nahe, sich über ein Produkt Gedanken zu machen, welches den Kriterien des Recycling Designpreises entspricht.“
Was jetzt noch fehlt, sind Kooperationspartner. Die ersten Produkte haben in ihrer Ausarbeitung die Marktreife erreicht, werden aber weitgehend durch die drei Studenten selber produziert. Um den Kundenanfragen gerecht werden zu können, benötigen die Drei Unterstützung seitens der Industrie.
An folgenden Ausstellungsorten wird „Kurt“ im Jahr 2012 zu sehen sein:
17. Feb. - 01. April Marta Museum, Herford
08.Mai- 18.Juni Umweltbundesamt, Dessau
20.Jun. - 28.Juli stilwerk Designcenter, Berlin
Sommer 2012 stilwerk Designcenter, Düsseldorf
Herbst 2012 stilwerk Designcenter, Wien
Weitere Informationen: http://voxel-studio.de, http://www.recyclingdesignpreis.org/
Heide Teschner | Quelle: HS Ostwestfalen-Lippe
Weitere Informationen: www.m-cdc.de
www.hs-owl.de/fb1
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