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Dies ist das größte Finanzpaket der Europäischen Kommission und es wird erwartet, dass diese Summe kurzfristig zu rund 174.000 Arbeitsplätzen, sowie langfristig zu 450.000 Arbeitsplätzen und einem Anstieg des Bruttosozialprodukts (BSP) um fast 80 Mrd. EUR innerhalb der nächsten 15 Jahre führen wird.
Diese Finanzierungsspritze ist Teil des Siebten Rahmenprogramms (RP7) und die letzte Phase der Einführung der Innovationsunion, einer der Leitinitiativen der Europa-2020-Strategie, die im Oktober 2010 gestartet wurde.
Die Innovationsunion soll gewährleisten, dass Europa durch Ausmerzung seines "Innovationsdefizits" gut für die harte, globale Konkurrenz der Schwellenmärkte gerüstet ist. Herausforderungen wie die Klimaveränderung, Energie- und Lebensmittelsicherheit, Gesundheit und Bevölkerungsalterung können besser angegangen werden, wenn der öffentliche Sektor eingreift, um die Privatwirtschaft zu stimulieren und Engpässe zu beseitigen, die verhindern, dass es sehr gute und innovative Ideen wegen Problemen wie fehlender Finanzierung oder Fragmentierung in der Forschung bis zur Marktreife schaffen.
Maire Geoghegan-Quinn betont die Wichtigkeit dieser portfolioübergreifenden Initiative, um der EU nach der Finanzkrise wieder auf die Beine zu helfen: 'Wenn wir Europa jetzt nicht zu einer Innovationsunion umbauen, werden unsere Volkswirtschaften verkümmern, während Ideen und Talente brachliegen. Innovation ist der Schlüssel für nachhaltiges Wachstum und für gerechtere und umweltbewusstere Gesellschaften. Europa wird nur durch eine tiefgreifende Verbesserung seiner Innovationsleistung in der Lage sein, dauerhaft gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen, die dem Druck der Globalisierung standhalten.'
Diese neue Finanzierung wird in Form von Finanzhilfen für 16.000 Empfänger ausgezahlt; darunter Akteure und Organisationen aus einer Reihe von Hochschulen, Forschungsorganisationen und der Industrie in ganz Europa. Der Fokus liegt hierbei auf kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU).
Darüber hinaus verkündete die Kommissarin die Einführung eines neuen EU-Preises für weibliche Innovatoren, deren Arbeiten unter dem RP7 oder einem früheren EU-Forschungsprogramm gefördert wurden. Sie fügt hinzu, dass der Europäische Forschungsrat auch fast 1,6 Mrd. EUR an die besten in Europa arbeitenden leitenden und Jungforscher verleihen wird.
Zur Unterstützung der Mobilität und der Karriere der Wissenschaftler werden rund 10.000 hoch qualifizierten Forschern durch den Marie-Curie-Fonds rund 900 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Darunter 20 Mio. EUR für ein Pilotprojekt zur Förderung der European Industrial Doctorates, zur Belebung des Unternehmertums und der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungsinstitutionen und Unternehmen, was unterstreicht, wie sehr sich die Kommission der Wichtigkeit starker Bindungen zwischen allen Akteuren im Bereich der Forschung bewusst ist.
"Wieder einmal demonstriert Europa sein Engagement für das Ziel, Forschung und Innovation ganz weit nach oben auf die Agenda für Wachstum und Arbeitsplätze zu setzen.
Der EU-weite Wettbewerb um diese Mittel bringt die besten Forscher und Innovatoren Europas zusammen, damit sie sich gemeinsam den größten Problemen unserer heutigen Zeit widmen können, darunter Energie, Lebensmittelsicherheit, Klimawandel und Bevölkerungsalterung", so Geoghegan-Quinn. "Ich möchte den Steuerzahlern schon mit den Ausschreibungen, die wir heute veröffentlichen, zeigen, wie sehr wir bemüht sind, jeden einzelnen Euro bestmöglich zu nutzen."
Ein häufiges Problem ist die Schließung der Lücke zwischen Forschung und dem Markt, und diese neue Förderung kann beispielsweise zur Demonstrierung des kommerziellen Potentials einer neuen Technologie beitragen, oder dazu, dass eine neue Idee in einem ausreichend großen Maßstab funktionieren kann, um industriell umgesetzt werden zu können.
Dieser marktorientierte Ansatz ist für die unter dem Aktionsplan der Innovationsunion gegründete Europäische Innovationspartnerschaft (EIP) von zentraler Bedeutung. Jede EIP, einschließlich der Pilotinitiative "Aktives und gesundes Altern", wird durch RP7-Projekte unterstützt. Insgesamt werden 220 Mio. EUR (aus Mitteln der Gesundheitsforschungsförderung) und 240 Mio. EUR (aus Mitteln der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)) in die Lösung des Problems der Bevölkerungsalterung fließen.
Die verbleibenden IKT-Mittel fließen in wichtige Entwicklungen im Bereich der Netzwerk- und Serviceinfrastrukturen, Nanosysteme und Mikrosysteme, Photonik und Robotik, digitale Inhalte und Sprachentechnologie, sowie in Applikationen wie IKT für Gesundheit und Energieeffizienz.
Die für die Umweltforschung reservierten 265 Mio. EUR werden für die Hauptprobleme Klimaveränderung, Verlust der Artenvielfalt und Ressourceneffizienz verwendet werden. Der Bereich Forschung und Innovation für mehr Sauberkeit, Sicherheit und Kosteneffizienz für Transport und Mobilität erhält 313 Mio. EUR. Für ihre Initiative "Intelligente Städte" hat die Kommission 40 Mio. EUR eingeplant, mit denen Möglichkeiten erforscht werden sollen, wie Energie genutzt und den innerstädtischen Verkehr effizienter gestaltet werden kann. Die 488 Mio. EUR für Nanotechnologien werden für Themen wie Fabriken der Zukunft, grüne Autos und energieeffiziente Gebäude verwendet.
Als Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach sicheren, gesünderen Lebensmitteln und nachhaltigen Bioressourcen wird die Europäische Kommission über 307 Mio. EUR in den Aufbau einer starken Bioökonomie zur Verbesserung von Produktionsmethoden, sowie Schaffung neuer Industrien und Arbeitsplätze investieren.
Weitere Informationen:
GD Forschung und Innovation:
http://ec.europa.eu
Quelle: CORDIS
Weitere Informationen: ec.europa.eu
www.kooperation-international.de
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