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Der gebürtige Kroate erhält den neu geschaffenen Preis für seine herausragende Lehr- und Forschungstätigkeit im Bereich der molekularen Strukturbiologie. Mit 200'000 Franken ist der Max-Rössler-Preis einer der höchstdotierten Förderpreise der Schweiz.
Wie kann man talentierte Professoren fördern, die am Anfang einer grossen wissenschaftlichen Karriere stehen? Indem man sie durch Anerkennung motiviert und ihnen grosszügig Mittel zur Verfügung stellt, die ihnen freies und kreatives Forschen ermöglichen, ist Professor Peter Chen, Vize-Präsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETH Zürich, überzeugt.
Darüber hinaus sollten diese Mittel in einer Karrierephase zum Tragen kommen, in der sie die grösste Hebelwirkung erzielen. Mit dem Max-Rössler-Preis hat die ETH Zürich nun ein ideales Instrument in der Hand, um Professoren und ihre Leistungen speziell auszuzeichnen. Mögliche Kandidaten sind diejenigen ETH-Professoren und Professorinnen, die in den letzten zwei Jahren zu einer ordentlichen Professur befördert wurden. Mit 200'000 Franken ist der Max-Rössler-Preis einer der höchstdotierten Förderpreise der Schweiz.
Erster Preisträger erforscht Riesenmoleküle
Der erste Max-Rössler-Preisträger ist in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung: Der 43-jährige Nenad Ban, Professor für molekulare Strukturbiologie am Departement Biologie, kam im Jahr 2000 als Assistenzprofessor an die ETH Zürich und wurde 2008 zum ordentlichen Professor gewählt. Der gebürtige Kroate wird für seine bahnbrechenden Strukturanalysen von biologischen Makromolekülen geehrt. So trug er wesentlich dazu bei, dass die Struktur der grossen Untereinheit eines Ribosoms aufgeklärt werden konnte. Da die Ribosomen bei Antibiotika-Resistenzen eine grosse Rolle spielen, ist das ein grundlegender Schritt für die Weiterentwicklung von Medikamenten.
Ein anderes Riesenmolekül, mit dem sich Ban beschäftigt, ist die Fettsäure-Synthase. Fettsäuren sind von zentraler Bedeutung für jedes Leben, da sie als Bestandteil biologischer Membranen wichtig für die Energiespeicherung und die Signalübermittlung sind. Für die Produktion dieser Fettsäuren sind die komplexen Protein-Moleküle verantwortlich. Die detaillierte Struktur der FettsäureSynthase erleichtert es der Forschung zum Beispiel gezielt Angriffspunkte gegen Pilzkrankheiten zu finden.
Erfolg des ganzen Teams
Für Nenad Ban ist der Max-Rössler-Preis eine Anerkennung der Forschungsarbeit seiner ganzen Gruppe, die nun seit mehreren Jahren zusammenarbeitet. Sein Team hat eine intensive und erfolgreiche Phase der Forschung hinter sich. "Der Preis krönt diese Phase und läutet eine neue ein", sagt Nenad Ban. Die Preissumme ist nicht an ein bestimmtes Projekt gebunden und kann frei für die Forschung des Teams eingesetzt werden.
Strategischer Fonds für hochkarätige Projekte
Ermöglicht wurde der Preis durch die Donation von Max Rössler und des "Max Rössler Fonds der Stiftung Empiris" an die ETH Zürich Foundation in der Höhe von 10 Mio. Franken. Mit einem entsprechenden Fonds fördert die ETH Foundation herausragende strategische Projekte und wissenschaftliche Talente. Ein Vergabeausschuss wählt auf Vorschlag der ETH Zürich die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Der promovierte ETH-Mathematiker und Donator Max Rössler begründet sein Engagement mit der Bedeutung einer qualitativ hochstehenden Ausbildung: "Die Schweiz ist mehr denn je angewiesen auf gut ausgebildete und innovative Ingenieure, Mathematiker und Naturwissenschaftler."
Thanksgiving - ein Dankeschön an Donatoren
Der Max-Rössler-Preis wurde am Dienstagabend am "Thanksgiving"- Anlass an der ETH Zürich zum ersten Mal verliehen. Der Name des Anlasses ist Programm: Die ETH Zürich und die ETH Zürich Foundation laden jeweils Donatorinnen und Donatoren ein und danken ihnen für ihr Engagement. Der Preis soll in Zukunft jährlich ausgerichtet werden. Über die ETH Zürich Foundation können Unternehmen, Privatpersonen und andere Stiftungen gezielt die Lehre und Forschung an der ETH Zürich fördern.
Weitere Informationen:
ETH Zürich Foundation
Dr. Donald Tillman
Geschäftsführer
Telefon: +41 44 633 69 62
donald.tillman@ethz-foundation.ch
Franziska Schmid | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.ethz-foundation.ch
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