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Den ersten Preis teilen sich Dr. Michael Gierling und Dr. Philipp Schneeweiß für ihre Arbeit zu einem Rastersondenmikroskop mit einer ultra-kalten Atomwolke als Tastspitze. Drei zweite Plätze gehen an Dr. Jan Becker für seine Untersuchungen zu plasmonischen Bio-Sensoren, an Dr. Philipp Nolte für seine Forschung im Bereich der heterogenen Katalyse sowie an Dr. Cristian Strassert für die Realisierung von selbstorganisierenden Pt(II)-Lichtemittern.
Die Geschäftsstelle der AGeNT-D hat ihren Sitz an der TU Berlin. TU-Wissenschaftler Prof. Dr. Dieter Bimberg ist Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft.
Dr. Michael Gierling und Dr. Philipp Schneeweiß haben die eingereichte Arbeit an der Eberhard Karls Universität in Tübingen bei Prof. Dr. József Fortágh verfasst. Die Arbeit behandelt eine neue Form der Rastersondenmikroskopie, bei der die sonst übliche Tastspitze durch eine ultra-kalte und winzige Wolke aus Atomen ersetzt und durch eine magnetische Falle gehalten wird. Die daraus resultierende neuartige Abtastmethode besitzt eine definierte „Spitzenform“ und erlaubt Messungen mit geringster Krafteinwirkung an empfindlichen Strukturen.
Die Dissertation von Dr. Jan Becker ist in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Carsten Sönnichsen an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz entstanden. Sie widmet sich Nanopartikeln aus Gold und Silber sowie deren Wechselwirkung mit Licht auf Basis ihrer Plasmonenresonanzen. Mithilfe eigens neu entwickelter Lichtmikroskopaufbauten ist es gelungen, diese plasmonischen Partikel als Nano-Biosensoren zu nutzen. Des weiteren wurden theoretische Grundlagen erarbeitet und die experimentellen Untersuchungen durch numerische Simulationen für unterschiedlich geformte Nanopartikel abgerundet.
Dr. Philipp Nolte hat am Max-Planck-Institut für Metallforschung (inzwischen: Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme) und an der Universität Stuttgart in der Abteilung von Prof. Dr. Helmut Dosch promoviert. Seine Arbeit widmet sich der heterogenen Katalyse und Oxidationsreaktionen an Rhodium- und Palladium-Nanopartikeln. Herausgearbeitet werden die nanotechnologischen Aspekte und ihr Einfluss auf die Kinetik. Wesentliche Informationen zum Ablauf der chemischen Reaktionen, insbesondere die Formänderung der Partikel als Folge der Sauerstoff-Adsorption, werden dargestellt.
Dr. Cristian Strassert gehört zur Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Luisa De Cola an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Die eingereichte Arbeit behandelt die Synthese und optoelektronischen Eigenschaften eines neuartigen Pt(II)-Emitters. In entsprechende Trägerstrukturen eingebracht oder in Form von selbstorganisierten Filamentstrukturen zeigt der Komplex eine hohe Lumineszenzeffizienz von bis zu 90 Prozent. Diese Eigenschaften machen den Komplex besonders interessant für den Einsatz als Emitterstoff in organischen Leuchtdioden.
Die „Arbeitsgemeinschaft der Nanotechnologie-Kompetenzzentren in Deutschland“ (AGeNT-D), gefördert durch das Bundesforschungsministerium (BMBF), ist der Zusammenschluss von neun bundesweit agierenden Kompetenzzentren und zwei regionalen Netzwerken, die in verschiedenen Regionen Deutschlands angesiedelt sind und zusammen die gesamte Spannbreite der Nanotechnologien abdecken.
Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Prof. Dr. Dieter Bimberg, Vorstandsvorsitzenden der AGeNT-D, oder Dr. Sven Rodt, Geschäftsführer, unter Tel.: 030/314-22082.
Stefanie Terp | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.tu-berlin.de/
Weitere Berichte zu: AGeNT-D > Gierling > Max-Planck-Institut > Nanopartikel > Nanotechnologie > Nanotechnologie-Kompetenzzentren > Nanowissenschaftspreis > numerische Simulation > Schneeweiß > Tastspitze
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„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
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Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
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