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Magnesium Award 2011: Wissenschaftler für neue Hochleistungs-Legierung ausgezeichnet

21.07.2011 - 21.07.2011
Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht verleiht seit 2007 den mit 5.000 Euro dotierten „Magnesium Research Award“. Mit dem Preis werden Nachwuchsforscher für ihre innovative Magnesium-Forschung ausgezeichnet. In diesem Jahr ist der Preisträger der chinesische Wissenschaftler Prof. Xiaoqin Zeng von der Jiao Tong Universität in Shanghai.

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Leichtbau im Automobil- und Flugzeugbau führt zur Senkung des Treibstoffverbrauchs und der Kohlendioxid-Emissionen. Ein Beitrag zu wirksamem Leichtbau kann die Verwendung der von Prof. Xiaoqin Zeng entwickelten Magnesiumlegierungen sein.


Der Clou der neuen Legierung: Diese enthält als besondere Zutat Seltene Erden. „Die Möglichkeiten dieser neuen Werkstofffamilie sind viel versprechend.“, begründet Prof. Dr. Karl Ulrich Kainer, Leiter des Geesthachter Magnesium Innovation Center am Helmholtz Zentrum Geesthacht, die Wahl des Preisträgers. „Prof. Xiaoqin Zeng hat wegweisende Forschungsergebnisse im Bereich der aushärtbaren Magnesiumlegierungen für den Hochvakuum-Druckguss geliefert.“

Magnesium ist bis zu viermal leichter als Stahl und eineinhalb Mal leichter als Aluminium. Reines Magnesium wird allerdings wegen seiner geringen Härte und der großen Korrosionsanfälligkeit kaum verwendet. Magnesiumlegierungen hingegen zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht, ihre hohe Festigkeit und ihre Korrosionsbeständigkeit aus. Sie werden zunehmend im Fahrzeugbau eingesetzt. Das künftige Gesamtpotenzial für Magnesium wird pro Fahrzeug auf mehr als 50 Kilogramm geschätzt. Magnesiumlegierungen könnten somit ein sehr wichtiges Leichtbaumaterial werden, da sie eine hohe Verfügbarkeit besitzen und prinzipiell als Legierung eine gute Recyclingfähigkeit aufweisen.

Magnesiumlegierung mit Seltenen Erden
Prof. Xiaoqin Zeng, National Engineering Reserach Center of Light Alloy Net Forming,
School of Materials Science and Engineering an der Shanghai Jiao Tong University, China,
erforscht neue Magnesiumlegierungen mit Elementen der Seltenen Erden. Dazu zählen zum Beispiel: Gadolinium, Dysprosium, Neodym oder Cer. Schon sehr geringe Beimischungen in der Größenordnung von unter einem Prozent können die Materialeigenschaften wie Zähigkeit, Hochtemperatur- und Kriechbeständigkeit entscheidend verbessern.

Magnesiumlegierungen mit Bestandteilen von Seltenen Erden bieten große Chancen für eine neue Familie von Hochleistungs-Legierungen, die insbesondere für solche gegossenen Bauteile geeignet sind, bei denen gute mechanische Eigenschaften bei Raumtemperatur oder bei hohen Temperaturen erforderlich sind.

Ansprechpartner
Dr. Hajo Dieringa
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
Telefon: +49 (0)4152 87-1955
hajo.dieringa@hzg.de

Dr. Torsten Fischer | Quelle: Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen: www.hzg.de

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