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Wilhelm-Vaillant-Preis für Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph. Preisverleihung und Festakt zum 30-jährigen Bestehen der Stiftung am 25. November 2011 am Klinikum der Universität München
Der mit 30.000 Euro dotierte Wilhelm-Vaillant-Preis geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph von der Universität Ulm.
Karl Lenhard Rudolph wurde am 18.01.1969 in Bremen geboren. Er ist derzeit Leiter der Max-Planck-Forschungsgruppe für Stammzellenalterung an der Universität Ulm. Er hat in Göttingen Medizin studiert und war zur klinischen Ausbildung und medizinischen Forschung in Innerer Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. Als Postdoktorand forschte er in den USA am Albert-Einstein-College in New York und am Dana-Faber-Cancer Institut in Boston. Nach seiner Rückkehrt wurde er in Eliteprogrammen der DFG gefördert (Emmy-Noether-Programm, Heisenberg-Professur, Gottfried-Wilhelm-Leibniz Preis).
Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen auf dem Gebiet der Stammzellenalterung und dem Erhalt der Genomintegrität (DNS) im Rahmen der Alterung. Adulte Stammzellen sind in fast allen Genen des menschlichen Körpers vorhanden und tragen grundlegend zum Erhalt und zur Regeneration von Geweben bei. Im Verlauf der Alterung kommt es zu einer Anhäufung von Genomschäden in adulten Stammzellen. Hierdurch wird der Erhalt funktionsfähiger Gewebe und Organe gehemmt und es kommt zu einem altersbedingen Anstieg der Krebsentwicklung. Prof. Rudolph untersucht die molekularen Ursachen der altersabhängigen Genominstabilität und Stammzellenalterung. Diese Arbeiten sollen zur Entwicklung von Therapien führen, die eine Verbesserung der Organfunktion und eine Verminderung des Krebsrisikos im Alter bewirken.
Professor Rudolph erhält den Wilhelm-Vaillant-Preis 2011 für seine bahnbrechenden Leistungen in der Erforschung der molekularen Ursachen des Alterns.
Wilhelm Vaillant
Professor Vaillant, ursprünglich Ingenieur, aber nicht verwandt mit dem Heizungshersteller, war ein Spätberufener in der Medizin. Zunächst als Bauassessor bei der Reichsbahn tätig, gründete und betrieb er nach dem 2. Weltkrieg unter anderem die Fernsehstudios in Unterföhring bei München. Erst im Alter von mehr als 50 Jahren entschloss er sich zum Medizinstudium. Den Beruf als Arzt übte er dann bis ins hohe Alter aus. Mit einem Teil seines Vermögens errichtete er 1980 die Wilhelm Vaillant-Stiftung, die 1981 vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus genehmigt und damit rechtsfähig wurde. Sie hat ihren Sitz in der Frauenklinik des Klinikums der Universität München (LMU) in der Maistraße. Sie fördert die medizinische Forschung und den Aufbau von Gesundheitsvorsorgeeinrichtungen.
1985 rief Vaillant dort die „Wilhelm-Vaillant-Einheit für Frühdiagnostik von Erkrankungen der Brust“ ins Leben und stattete das Behandlungszentrum mit den damals modernsten Geräten für Brustdiagnostik aus.
Der Wilhelm-Vaillant-Preis wurde 1992 zum ersten Mal verliehen. Er ist mit 30.000 Euro dotiert und wird grundsätzlich alle zwei Jahre bei allen medizinischen Fakultäten und allen Max-Planck-Instituten mit medizinischem Arbeitsbereich bundesweit ausgelobt.
Ergänzende Auskünfte zum Wilhelm-Vaillant-Preis, zur Wilhelm Vaillant-Stiftung und zur Preisverleihung erteilt der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Ministerialdirigent a. D. Alexander Freiherr von Hornstein (Tel. 089/8418117). Nähere Informationen sind auch der Homepage der Stiftung zu entnehmen (www.wilhelmvaillantstiftung.de).
Termin des Festaktes mit Preisverleihung und Jubiläumsfeier:
25. November 2011, 17.30 Uhr in der Bibliothek der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum der Universität München, Innenstadt, Maistraße 11, 80336 München. Die Vertreter der Presse sind herzlich willkommen.
Kontakt:
Ministerialdirigent a.D.
Alexander Freiherr von Hornstein
Vorsitzender des Stiftungsvorstands
Tel: 089/8418 117
E-Mail: vhornstein@t-online.de
Prof. Dr. med. Klaus Friese
Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Tel: 089/5160-4100
E-Mail: klaus.friese@med.uni-muenchen.de
Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2010 an den Standorten Großhadern und Innenstadt 465.000 Patienten ambulant, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen sowie 35 interdisziplinäre Zentren verfügen über mehr als 2.200 Betten. Von insgesamt über 10.000 Beschäftigten sind rund 1.800 Mediziner. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2010 rund 70 Millionen Euro an Drittmitteln verausgabt und ist seit 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.
Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ist das Klinikum der Universität München an sechs Sonderforschungsbereichen der DFG (SFB 455, 571, 594, 596, 684, 824), an drei Sonderforschungsbereichen-/Transregio (TR 05, TR 22, TR 36), einer Forschergruppe (FOR 535) sowie an drei Graduiertenkollegs (GK 1091 und 1202, SFB-TR 36) beteiligt. Hinzu kommen die drei Exzellenzcluster „Center for Integrated Protein Sciences“ (CIPSM), „Munich Center of Advanced Photonics“ (MAP) und „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM) sowie die Graduiertenschule „Graduate School of Systemic Neurosciences“ (GSN-LMU).
Philipp Kressirer | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
www.frauenklinik-maistrasse.de/FH_vaillant-einheit.html
Weitere Berichte zu: Alterung > DFG > Frauenheilkunde > Freiherr > Gewebe > Preisverleihung > Stammzelle > Stammzellenalterung > Vaillant-Stiftung > Wilhelm-Vaillant-Preis
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