Anzeige
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) würdigt damit insbesondere seine herausragenden Forschungsbeiträge zur Weiterentwicklung der Polymersynthese und zur Herstellung komplexer nanoskaliger Polymerarchitekturen.
Die GDCh erinnert mit diesem Preis, den sie in der Regel nur alle drei Jahre verleiht, an Hermann Staudinger (1881 – 1965), den Begründer der modernen Polymerwissenschaften. Der langjährige Leiter des Instituts für Makromolekulare Chemie an der Universität Freiburg wurde 1953 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.
Prof. Dr. Axel Müller ist ein wissenschaftlicher "Enkel" von Staudinger, da sein Doktorvater in Freiburg habilitiert hatte. Er ist seit 1999 als Professor für Makromolekulare Chemie an der Universität Bayreuth tätig. Mit polymerwissenschaftlichen, oftmals fächerübergreifend angelegten Projekten trägt er wesentlich dazu bei, die Makromolekül- und Kolloidforschung als international sichtbares Profilfeld der Universität Bayreuth weiter zu entwickeln. Die DFG-Sonderforschungsbereiche "Komplexe Makromolekül- und Hybridsysteme in inneren und äußeren Feldern" und "Von partikulären Nanosystemen zur Mesotechnologie" verdanken ihm zahlreiche neue Ideen und Impulse. Darüber hinaus hat er auch eine Reihe europäischer Verbundprojekte koordiniert.
Hohe internationale Beachtung fanden in jüngster Zeit vor allem seine Forschungsarbeiten zu neuartigen Nanopartikeln, insbesondere Januspartikeln, die ihren Namen dem römischen Gott mit zwei Gesichtern verdanken. Sie besitzen zwei chemisch unterschiedliche Seiten und haben hervorragende Eigenschaften, u.a. zur Stabilisierung von Emulsionen und Polymerlegierungen. Ein weiteres Arbeitsfeld von Prof. Dr. Axel Müller sind Nanodrähte und -röhren. Dabei dienen Polymere, die wie Flaschenbürsten geformt sind, als Gerüst für anorganische Partikel. Diese eindimensionalen Hybridpartikel besitzen z.B. magnetische oder halbleitende Eigenschaften und können in der Katalyse genutzt werden.
Im Bereich der Lehre gehört Prof. Dr. Axel Müller zu den Begründern des deutschlandweit einmaligen Bachelor-Studiengangs "Makromolekül- und Kolloidchemie" und des Masterstudiengangs "Polymer Science". Als Dekan der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften betrieb er maßgeblich die Gründung der Bayreuther Graduiertenschule für Mathematik und Naturwissenschaften BayNAT. Gastprofessuren an renommierten ausländischen Universitäten – u.a. in Shanghai, Paris, Montreal, Kyoto und Sydney – sind Ausdruck einer weltweiten Wertschätzung. 1991 hat sich Professor Dr. Axel Müller an der Universität Mainz mit einer Arbeit zu neuen Polymerisationsmethoden habilitiert; zuvor hatte er dort sein Chemiestudium mit Diplom und Promotion abgeschlossen.
Die Verleihung des Hermann-Staudinger-Preises wird am 23. Februar 2012 im Rahmen des Makromolekularen Kolloquiums an der Universität Freiburg stattfinden.
Kontaktadresse:
Prof. Dr. Axel Müller
Lehrstuhl Makromolekulare Chemie II
Universität Bayreuth
D-95440 Bayreuth
Tel.: +49 (0)921 55 3399
E-Mail: axel.mueller@uni-bayreuth.de
Christian Wißler | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-bayreuth.de
Weitere Berichte zu: GDCh > Hermann-Staudinger-Preis > Makromolekulare Chemie > Makromolekulare Prodrugs > Makromolekül- und Kolloidforschung > Polymerchemiker > Polymere
Den Tumor fest im Visier
24.05.2012 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Fraunhofer IPT kürt fünf Unternehmen mit ausgezeichneter Einkaufsorganisation
24.05.2012 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten