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Der Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Festkörperphysik und wird seit 1975 alle zwei Jahre von der Europäischen Physikalischen Gesellschaft (EPS) vergeben. Überreicht wird er am 1. September auf einer Tagung in Warschau, der 23rd General Conference of the EPS Condensed Matter Division.
Zusammen mit Laurens Molenkamp und Hartmut Buhmann, die beide als Experimentalphysiker am Physikalischen Institut der Universität Würzburg tätig sind, werden drei theoretisch arbeitende Physiker aus den USA ausgezeichnet: Charles Kane und Eugene Mele von der University of Pennsylvania und Shoucheng Zhang von der Stanford University. Mit Letzterem arbeiten die beiden Würzburger eng zusammen.
Preis für Entdeckung des Quanten-Spin-Hall-Effektes
Gewürdigt werden mit dem Preis die theoretische Vorhersage und die erstmalige experimentelle Beobachtung des Quanten-Spin-Hall-Effektes und so genannter topologischer Isolatoren.
Der Nachweis des Quanten-Spin-Hall-Effekts gelang den Würzburgern im Jahr 2007. Sie veröffentlichten ihre Arbeit damals im Top-Wissenschaftsblatt Science. Die Ergebnisse wurden in der Fachwelt stark beachtet: Mit Hilfe des Quanten-Spin-Hall-Effekts lässt sich die Information moderner Speichermedien verlustfrei transportieren und manipulieren.
Das eröffnet verlockende Perspektiven: Wenn sich der neu entdeckte Effekt künftig für den Bau von Computern nutzen lässt, könnten diese superschnell arbeiten, ohne dabei warm zu werden. Die Halbleiterindustrie wäre begeistert – denn derzeit ist die Erwärmung der Chips einer der Faktoren, der die Entwicklung noch schnellerer PCs und Laptops deutlich begrenzt.
Physiker finden neuen Quanten-Effekt:
Pressemitteilung der Uni Würzburg von 2007:
http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/physiker-f
Robert Emmerich | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-wuerzburg.de
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