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Die Förderung von grundlagenorientierter Pionierforschung ist einer der Schwerpunkte der Europäischen Union. Dafür wurde der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) geschaffen. Der ERC Advanced Grant ist der wichtigste europäische Forschungsförderung und unterstützt Projekte mit hohem Potenzial für Innovationen; er wird durch ein internationales Gutachtergremium mit renommierten ExpertInnen vergeben.
"Dass heuer nach Matthias Horn, der einen ERC Starting Grant erhalten hat, bereits die zweite ERC-Förderung an das Department für Mikrobielle Ökologie geht, ist ein Signal, dass die Erforschung von Nicht-Modellmikroorganismen in ihrer natürlichen Umgebung eine unverzichtbare Grundlage für das Verständnis der Evolution von Krankheitserregern und des Funktionierens von Ökosystemen ist", erklärt Wagner.
Mikroorganismen des Stickstoffkreislaufs und neue Einzelzelltechniken
Michael Wagner untersucht in seinem mit rund 2,5 Mio. Euro dotierten ERC-Projekt "NITRICARE – Nitrification Reloaded – a Single Cell Approach" in den kommenden fünf Jahren zusammen mit einem Team junger WissenschafterInnen die Evolution, Physiologie und Ökologie nitrifizierender Mikroorganismen mithilfe innovativer Einzelzelltechniken wie der Raman-Mikrospektroskopie und der Nano-Sekundärionenmassenspektrometrie (NanoSIMS). Die durch nitrifizierende Mikroorganismen katalysierten Stoffumsetzungen stellen zentrale Schritte des globalen Stickstoffkreislaufs dar, der vor allem durch die massive Ausbringung von Düngemitteln in der industriellen Landwirtschaft eine dramatische Beschleunigung mit bislang noch nicht ausreichend verstandenen Konsequenzen erfahren hat. "Da viele in der Umwelt bedeutsame nitrifizierende Mikroorganismen im Labor noch nicht züchtbar sind, wollen wir völlig neue Wege beschreiten, um ihre Biologie besser verstehen zu können", erläutert Wagner sein Forschungsvorhaben.
Einer der meist zitierten MikrobiologInnen weltweit
Michael Wagner ist seit 2003 Professor an der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien. Geboren 1965 in München, studierte er Biologie an der TU München und arbeitete als Post-Doc an der Northwestern University, Evanston, USA. Danach kehrte er an die TU München zurück und leitete dort bis 2002 die Arbeitsgruppe "Mikrobielle Ökologie". Für seine Forschungsarbeiten erhielt er 2002 den Hauptpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) und 2008 den Preis der Stadt Wien für Naturwissenschaften. Michael Wagner ist korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie der Europäischen Akademie für Mikrobiologie. Er gehört seit vielen Jahren zu den meist zitierten MikrobiologInnen weltweit und rangiert im entsprechenden Ranking des Institute for Scientific Information (ISI) auf Platz elf.
Neunter ERC Advanced Grant – insgesamt bereits 17 ERC Grants für die Universität Wien
Michael Wagner ist der neunte Forscher der Universität Wien, der einen ERC Advanced Grant erhält. Dieser seit 2007 vergebene Forschungsförderung ging ebenso an Walter Pohl (Geschichte), Gerhard J. Herndl (Meeresbiologie), Herlinde Pauer-Studer (Philosophie), Tecumseh Fitch (Kognitionsbiologie), Anton Zeilinger (Physik), sowie Adrian Constantin, Walter Schachermayer und Ludmil Katzarkov (Mathematik). Dank acht weiterer ERC Starting Grants für NachwuchswissenschafterInnen hält die Universität Wien nunmehr bei 17 ERC Grants.
Weitere Informationen
Department für Mikrobielle Ökologie: http://www.microbial-ecology.net
Über den ERC Advanced Grant: http://erc.europa.eu/advanced-grants
Wissenschaftlicher Kontakt
Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Wagner
Department für Mikrobielle Ökologie
Fakultät für Lebenswissenschaften
Universität Wien
1090 Wien, Althanstrasse 14
T +43-1-4277-54 390
M +43-664-602 77-543 90
wagner@microbial-ecology.net
Rückfragehinweis
Mag. Alexander Dworzak
Öffentlichkeitsarbeit
Universität Wien
1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1
T +43-1-4277-175 31
M +43-664-602 77-175 31
alexander.dworzak@univie.ac.at
Alexander Dworzak | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.univie.ac.at
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Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
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