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Prämiert wird er für neue Erkenntnisse über die Struktur und Funktion des Thyrotropin-Rezeptors der Schilddrüse, die sich auf verwandte Rezeptoren übertragen lassen. Die Arbeiten entstanden im Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP).
Das Wechselspiel von Schilddrüse und Hormonen ist ausschlaggebend für den Stoffwechsel in unserem Körper. Ist es gestört, kommt es zu Über- oder Unterregulationen der Schilddrüsenaktivität. Über einen molekularen Schalter, dem Rezeptor für das Thyrotropin (TSHR), wird dieses Wechselspiel reguliert. Gunnar Kleinau und seine Kollegen aus der Arbeitsgruppe von Dr. Gerd Krause und Dr. Ralf Schülein (beide FMP) wollten wissen, wie der Rezeptor durch das Thyrotropin stimuliert wird und wie dieses äußere Signal an das Innere der Zelle weitergegeben wird.
Es ist Gunnar Kleinau gelungen, ein Konzept für die einzelnen Aktivierungsschritte des Rezeptors durch das Hormon zu erstellen. Dieses Konzept lässt sich nicht nur auf verwandte Rezeptoren übertragen, sondern kann im nächsten Schritt auch für die Suche nach Wirkstoffen eingesetzt werden, die die Funktion der Schilddrüse beeinflussen.
Die Preisverleihung findet anlässlich der 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie am 31.3.2011 in Hamburg statt. Der Preis ist mit 5000 EUR dotiert. Unterstützt wird der Preis von der Firma Merck Pharma GmbH, Darmstadt.
Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP)
Dr. Gerd Krause
Tel: 030 94793-228
gkrause@fmp-berlin.de
Dr. Gunnar Kleinau wechselte am 1.7.2010 an das Institut für Experimentelle Pädiatrische Endokrinologie
(Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum).
gunnar.kleinau@charite.de
Silke Oßwald | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.fmp-berlin.de/
Weitere Berichte zu: Endokrinologie > FMP > Hormon > Merck-von-Basedow > Molekulare Pharmakologie > Pharmakologie > Rezeptor > Schilddrüse > Thyrotropin > Wechselspiel
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