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Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises und die Präsentation des Business Case fanden diese Woche in Chicago statt im Rahmen des weltweit größten Kongresses für medizinische Bildgebung, RSNA (Radiological Society of North America).
RadSpeech ist ein mobiler Arbeitsplatz für Radiologen. So, wie sich viele Radiologie-Spezialisten ihren Arbeitsplatz der Zukunft wünschen: mit sprachlicher Interaktion im mobilen Umfeld. Per Sprachbefehl können Radiologen oder behandelnde Ärzte elektronische Krankenakten mit den dazugehörenden Bilddateien abrufen, durchsuchen und per Touchgeste auf dem iPad beliebig anordnen. Bilder aus traditionell radiologischen und tomografischen Untersuchungen können mithilfe natürlicher Sprache und Zeigegesten annotiert und über eine semantische Suche wieder gefunden werden.
Die dialogbasierte Bildsuche und Annotation bietet dabei die Grundlage zukünftiger computergestützter klinischer Entscheidungsfindung und Diagnose. Durch die intuitive Benutzbarkeit unterstützt RadSpeech den Arbeitsablauf des Arztes und kann in Situationen genutzt werden, in denen keine feste Arbeitsstation zur Verfügung steht, z.B. bei der Visite oder in Besprechungen.
Mit herkömmlichen Benutzeroberflächen können behandelnde Ärzte zwar Patientendaten erkunden oder durchsuchen, bei der Interpretation der Bilddaten allerdings bieten diese Oberflächen keine weitergehende Assistenz an. In RadSpeech wird die nächste Generation intelligenter, skalierbarer und intuitiver Benutzerschnittstellen für die semantische Suche in medizinischen Bildverarbeitungsbereichen entwickelt. Ontologiebasierte Wissensrepräsentation wird dabei nicht nur für Bildinhalte genutzt, sondern auch für die komplexen Prozesse im Sprachverstehen und im Dialogmanagement. Unter Einbeziehung von qualifiziertem Fachwissen können verschiedene Sichten auf medizinische Bilder (z.B. strukturelle, funktionale und krankheitsbedingte Aspekte) explizit repräsentiert und anwendbar gemacht werden.
RadSpeech ist ein Projekt, das den Transfer der DFKI-Dialogtechnologie in Industrie-relevante medizinische Anwendungsfelder in THESEUS MEDICO zum Ziel hat. In MEDICO arbeiten Forscher an semantischen Technologien, mit denen heterogene Informationen in Texten, Bildern oder Labordaten strukturiert aufbereitet und in intelligenten und vernetzten Medizindatenbanken zugänglich gemacht werden. Ärzte können Bilddatenbanken und Fachliteratur schneller auswerten, Auffälligkeiten in medizinischem Bildmaterial schneller erkennen und so Diagnosen verbessern.
THESEUS ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) initiiertes Forschungsprogramm mit dem Ziel, den Zugang zu Informationen zu vereinfachen, Daten zu neuem Wissen zu vernetzen und die Grundlage für die Entwicklung neuer Dienstleistungen im Internet zu schaffen.
Ausschlaggebend für den Erfolg von RadSpeech bei den German High Tech Awards ist laut der internationalen Gutachter vor allem die Marktfähigkeit mobiler Dialogtechnologie für Medizin-relevante Anwendungen und der Reifegrad der DFKI-Technologie in diesem Segment, um auf dem internationalen Markt bestehen zu können. Die Marktfähigkeit wird insbesondere durch den rasch an Bedeutung gewinnenden US-Markt für mobile (medizinische) Anwendungen attestiert. Im Februar dieses Jahres wurde zum Beispiel die erste iPad-Anwendung von der FDA (U.S. Food and Drug Administration) für radiologische Patientenbefundungen zugelassen. Apples neue Siri Anwendung wird auch andere Zielgruppen für Sprachanwendungen gewinnen können und die Dialogtechnologie des DFKI knüpft mit echter Dialogführung nahtlos an den zukünftigen Markt an. Aus diesem Grund wird RadSpeech mit dem German High Tech Award die Möglichkeit eröffnet, Botschafter der deutschen angewandten Forschung im Ausland zu werden.
Der Wettbewerb German High Tech Champions hat zum Ziel, Technologieentwickler und Erfinder an deutschen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen dabei zu unterstützen, ihre Erfolge in der Auftragsforschung international zu steigern. Die Kampagne German High Tech Champions wird von der Fraunhofer-Gesellschaft durchgeführt und ist Teil des Verbundprojekts "Internationales Forschungsmarketing“, das die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinschaftlich durchführen, um das Profil des Forschungsstandorts Deutschland im globalen Wissenschaftsmarkt zu schärfen.
Kontakt:
Dr. Daniel Sonntag
DFKI-Forschungsbereich Intelligente Benutzerschnittstellen
Tel. +49 681 85775 5254
E-Mail: Daniel.Sonntag@dfki.de
Pressekontakt:
Reinhard Karger, M.A.
Unternehmenssprecher
Tel.: +49 681 85775 5253
Mobil: +49 151 1567 4571
E-Mail: Reinhard.Karger@dfki.de
Reinhard Karger | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dfki.de/RadSpeech
www.research-in-germany.de/ghtc-wettbewerb
Weitere Berichte zu: DFKI > Dialogtechnologie > German language > Marktfähigkeit > Medizintechnik > Merit Award > Radiologie > RadSpeech
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Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
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