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Prof. Dr. Astrid Westendorf erhält heute in Berlin den renommierten Robert-Koch Postdoktorandenpreis für Immunologie, der mit 5.000 Euro dotiert ist.
Die Juniorprofessorin des Instituts für Mikrobiologie am UK Essen bekommt diese Auszeichnung für ihre Forschungen zu den so genannten T-Lymphozyten der Darmschleimhaut. Sie konnte zeigen, wie die Immunabwehr im Darm funktioniert und trug so wesentlich zu Erkenntnissen bei, wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen entstehen.
Die kürzlich nach Essen berufene 34-Jährige geht aber noch einen Schritt weiter. Sie erforscht, wie die fehlgeleitete Immunabwehr in der Darmschleimhaut - die zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen führt - therapiert werden kann: Bekannt ist, dass entzündliche Auslöser des Immunsystems im Darm die Vermehrung von Bakterien wie Salmonellen begünstigen. Prof. Westendorf konnte nun zeigen, dass probiotische Bakterien in der Lage zu sein scheinen, die Darmschleimhaut abzudichten und somit das Eindringen der Salmonellen zu verhindern. Diese Erkenntnis kann voraussichtlich viele Patienten künftig vor heftigem Durchfall, Bauchkrämpfen und Fieber bewahren.
Auszeichnung für international anerkannte Leistungen
Die Robert-Koch-Stiftung, die unter der Schirmherrschaft des Bundesspräsidenten Horst Köhler steht, vergibt jedes Jahr an Nachwuchswissenschaftler drei Postdoktoranden-Preise: an die Mitglieder der Gesellschaften für Hygiene und Mikrobiologie, Immunologie und Virologie. Ausgezeichnet werden hervorragende naturwissenschaftliche oder medizinische Arbeiten, die zum besseren Verständnis von Infektionskrankheiten beitragen sowie deren Diagnose und Therapie voranbringen.
Nähere Informationen:
Prof. Dr. rer. nat. Astrid Westendorf; Institut für Mikrobiologie, Universitätsklinikum Essen, Tel.: 0201/723-1826; astrid.westendorf@uk-essen.de
Kristina Gronwald | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: universitaetsklinikum-essen.de
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