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Der „Busse-Balloon“ und viele überragende Ergebnisse auf dem Gebiet der Fluiddynamik

16.10.2008 - 16.10.2008
Physiker Prof. Friedrich. H. Busse erhielt Preis der „European Mechanics Society“

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Mitbegründer des deutschlandweit bekannten Schwerpunkts „Nichtlineare Dynamik“


Der Bayreuther Physiker Professor Dr. Friedrich Busse erhielt kürzlich in Manchester (Großbritannien) den internationalen „Fluid Mechanics“ Preis der „European Mechanics Society“. Damit würdigte diese Europäische Vereinigung von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren seine vielen überragenden Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Fluiddynamik.

Konvektion ist weit verbreitet in Natur und Technik. Laien ist diese Flüssigkeitsbewegung vom Wasserkochen oder aus der Beobachtung verschiedener Wolkenmuster geläufig. Konvektion ist eine zentrale Antriebskraft für Bewegungsvorgänge in der Atmosphäre oder im Inneren von Planeten und Sternen.

Professor Friedrich H. Busse mit Luftballon als Symbol für sein weltberühmtes Diagramm für stabile Flüssigkeitsbewegungen, dem so genannten „Busse-Balloon“.

Zur Aufklärung und Charakterisierung der unterschiedlichen Selbstorganisationsfor- men und Instabilitäten bei Konvektionsströ-mungen hat Professor Busse bahnbrechen- de Beiträge geleistet. Der ihm dafür verlie-hene Preis wurde erst an zwei Wissen- schaftler vor ihm vergeben. Seine ebenso ausgezeichneten Arbeiten befassen sich mit den Ursachen des Erdmagnetfeldes und mit der Lösung mathematischer Probleme, welche bei der Beschreibung turbulenter Strömungen auftreten.

Ein sehr prägnantes Diagramm, in dem er zentrale Ergebnisse seiner Forschungen zur Konvektion in Flüssigkeiten zusammengefasst hat, besitzt die Form eines Ballons. Dieses Diagramm ist weltberühmt und Fachwissenschaftlern sowie Studierenden unter der Bezeichnung „Busse-Balloon“ bestens bekannt.

Professor Busse ist einer der Mitbegründer des Forschungsschwerpunkes Nichtlineare Dynamik an der Universität Bayreuth, und er hat diesem Schwerpunkt durch seine ausgezeichneten Arbeiten mit zu Weltruhm verholfen. Eine vergleichbare Ansammlung von Forschern auf diesem Forschungsgebiet gibt es in Deutschland nicht.

Auch als Professor im Ruhestand ist seine Schaffenskraft fast unverändert. Er ist weltweit weiterhin ein überaus gefragter Ratgeber und Sprecher auf Tagungen. Darüber hinaus engagiert er sich bei der Betreuung von Nachwuchswissenschaftlern am Lehrstuhl für Theoretische Physik von Professor Walter Zimmermann.

Kerstin Wodal | Quelle: Universität Bayreuth
Weitere Informationen: www.uni-bayreuth.de/presse/index.html

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