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Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde am 11. März 2010 im Rahmen des Jahrestreffens Deutscher Katalytiker in Weimar verliehen.
Die Nutzung von Biomasse als Energiequelle leidet heute in vielen Fällen unter einer negativen Energiebilanz; das heißt, bei der Umwandlung von Biomasse wie Holz oder Stroh zu Kraftstoff wird zuviel Energie verbraucht. Mit Hilfe von Katalysatoren lässt sich dieser Energieeinsatz senken. Regina Palkovits forscht seit einigen Jahren auf diesem Gebiet, und es ist ihr gelungen, Verfahren zu entwickeln, bei denen beispielsweise Cellulose unter milden Bedingungen aufgespalten werden kann - ein wichtiger Schritt für die weitere Nutzung. Außerdem arbeitet sie an verschiedenen anderen Verfahren, die es langfristig erlauben könnten, nachwachsende Rohstoffe anstelle von Erdöl oder Erdgas zur Produktion komplexerer Chemikalien einzusetzen.
Regina Palkovits, geboren 1980, studierte Chemieingenieurwesen an der TU Dortmund. Bereits in ihrer Diplomarbeit am MPI für Kohlenforschung wandte sie sich eher chemischen Themen zu. Auf die Promotion in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ferdi Schüth folgte ein einjähriger PostDoc-Aufenthalt an der Universität Utrecht, ehe sie nach Mülheim zurückkehrte, wo sie seit Januar 2008 als Habilitandin und seit 2009 als Gruppenleiterin tätig ist.
Regina Palkovits erhielt für ihre Leistungen bereits mehrere Auszeichnungen, darunter den Hendrik-Casimier-Karl-Ziegler-Forschungspreis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und den GKSS-Preis "Verständliche Wissenschaft 2008". Sie ist externes Mitglied des Exzellenzclusters "Tailor-Made Fuels from Biomass" der RWTH Aachen, Fast-Track-Stipendiatin der Robert-Bosch-Stiftung und Mitglied der Global Young Faculty der Stiftung Mercator und des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen.
Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse (German Catalysis Society GeCatS) ist die Plattform für die gesamte deutsche Katalyse-Community im Bereich Forschung und Anwendung. Sie zählt zur Zeit rund 1000 Mitglieder aus Industrie und Akademia. Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse wird getragen von DECHEMA, VDI-GVC, GDCh, DGMK und DBG. Der Jochen-Block-Preis der Deutschen Gesellschaft für Katalyse wird in unregelmäßigen Abständen verliehen. Prämiert werden Forschungsarbeiten und Entwicklungen junger Nachwuchskräfte auf dem Gebiet der Katalyse, die noch nicht auf einen ordentlichen Lehrstuhl berufen sind und die durch grundlegende und originelle Untersuchungen das Gebiet der Katalyse in besonderer Weise befruchtet haben.
Dr. Christine Dillmann | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dechema.de/
Weitere Berichte zu: Biomasse > Jochen-Block-Preis > Katalyse > Kohlenforschung > MPI > Rohstoff > Stiftung Mercator
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