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In beiden Fällen brillierten die HTW-Absolventen mit nachhaltigen Themen. Der mit 3.000 Euro dotierte 1. Preis für die beste Masterarbeit geht an Jürgen Reinhard, Absolvent der Betrieblichen Umweltinformatik, der eine Ökobilanz für Biodiesel aufstellte.
Über den mit 2.000 Euro dotierten 2. Preis freut sich Steffen Jack, Absolvent des Masterstudiengangs Regenerative Energiesysteme. Er entwickelte ein neues Konzept für die Gestaltung von Solarkollektoren. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 28. Januar 2010, um 16.00 Uhr in der Humboldt Universität statt.
Jürgen Reinhard (29) stellte in seiner Masterarbeit eine Ökobilanz für Biodiesel auf. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass Biotreibstoffe dann die geringsten ökologischen Auswirkungen haben, wenn sie aus biogenem, d.h. pflanzlichem oder tierischem Abfall, oder aus Energiepflanzen gewonnen werden, die auf minderwertigem Land angebaut werden können. Sehr viel ungünstiger stelle sich die Ökobilanz für Biodiesel dar, wenn bsp. einheimischer Raps genutzt wird, der dem Nahrungs- und Futtermittelmarkt verloren geht. Die Masterarbeit fand in der Schweiz große Beachtung. Jürgen Reinhard schrieb sie an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt in Zürich, einem renommierten Forschungsinstitut. An der HTW Berlin betreut wurde er von Prof. Dr. Volker Wohlgemuth.
Auch die Masterarbeit des zweiten HTW-Preisträgers, Steffen Jack (31), entstand an einer renommierten Forschungseinrichtung, nämlich dem in Freiburg ansässigen Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme. Der im Studiengang Regenerative Energiesysteme der HTW Berlin von Prof. Dr. Friedrich Sick betreute Masterabsolvent unterzog neue, auf Polymerbasis entwickelte thermische Solarkollektoren einer sorgfältigen Bewertung. Dabei setzte er unter anderem auch anspruchsvolle Simulationen ein. Die nach Meinung der Experten wissenschaftlich sehr nützliche Masterarbeit zeigte sowohl Leistungsgrenzen von Polymerkollektoren auf als auch die mechanischen Belastungen, mit denen im Betrieb zu rechnen ist. Jacks Schlussfolgerungen können nun als Grundlage für die Entwicklung von Prototypen genutzt werden.
Der Tiburtius-Preis wird jährlich für die drei besten Abschlussarbeiten und Dissertationen an Berliner Universitäten und Fachhochschulen vergeben.
Gisela Hüttinger | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.htw-berlin.de
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