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Die Projekte liegen im Bereich Energie und Umwelt sowie Informations- und Kommunikationstechnik. „Wir sind sehr stolz, dass die beiden Projekte Förderung von der Bayerischen Forschungsstiftung erhalten. Das bestätigt uns in dem erfolgreichen Ausbau unserer Forschungsarbeit“, sagt Prof. Dr. Josef Eckstein, Präsident der Hochschule Regensburg.
Das Forschungsprojekt „Intelligente Spannungshaltung Mittelspannungsnetz“ (Fördersumme rund 223.000,- Euro) führt die Hochschule Regensburg (Fakultäten Elektro-/Informationstechnik und Informatik/Mathematik) gemeinsam mit der REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co KG und der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH durch. Die Regelung von Mittelspannungsnetzen als „Schnittstelle“ zwischen Stromerzeugern und -verbrauchern spielt in Anbetracht der Energiewende eine zunehmend wichtigere Rolle.
Ziel des Vorhabens ist es, ein Mittelspannungsnetz mit hoher regenerativer Energieeinspeisung so auszurüsten, dass belastbare Daten zur Regelung von Mittelspannungsnetzen ermittelt werden können. Hieraus sollen Informationen zum sicheren und robusten Aufbau und Betrieb von intelligenten Stromnetzen gewonnen werden. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass durch die vermehrte Einspeisung aus regenerativen Energien die Spannungsnetze zunehmend instabiler und damit anfälliger für Störungen werden. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen sowohl den Stromproduzenten als auch den Stromkunden nutzen.
Im zweiten Verbundvorhaben „S3Core“ (Fördersumme 520.000,- Euro) arbeiten die Fakultät Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Regensburg gemeinsam mit den in Regensburg ansässigen Industriepartnern, der Continental Automotive GmbH (Powertrain), der Continental Corporation (Carbody), der Intence automotive electronics GmbH, der Timing Architects Embedded Systems GmbH und der in München ansässigen TÜV Süd Automotive GmbH an einem Thema aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnik. Chip-Bausteine haben unter anderen in Produkten der Automobil-, Unterhaltungs-, Informations- und Kommunikationsindustrie eine wichtige Rolle. Klassisch bestand ein Chip-Baustein aus einem einzelnen sogenannten Prozessor. Aus fertigungstechnischen Gründen beinhalten neue Chip-Bausteine immer mehr Prozessoren – sogenannte Multicore Prozessoren.
Bisherige Software-Programme sind aber meist nur für einen Prozessor geeignet, so dass die anderen Prozessoren des Chip-Bausteines meist nicht benutzt werden. Im Rahmen des Projektes sollen deshalb die Arbeitsaufträge, die der Chip-Baustein abzuarbeiten hat, möglichst gleichmäßig auf die einzelnen Prozessoren verteilt werden. Das Ziel des Projektes ist es, die Leistungsfähigkeit der Chip-Bausteine optimal zu nutzen, sowie die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Software zu verbessern.
Die Bayerische Forschungsstiftung wurde als Stiftung des öffentlichen Rechts vom Freistaat Bayern 1990 ins Leben gerufen. Ein wichtiges Ziel der Bayerischen Forschungsstiftung ist es, Bayern im internationalen Wettbewerb um neue Technologien zu stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Im Rahmen von Förderprojekten unterstützt die Bayerische Forschungsstiftung deshalb die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft und verbessert damit den Wissenstransfer. Die Förderschwerpunkte liegen bei zukunftsträchtigen Schlüsseltechnologien, wie Life Sciences, Informations- und Kommunikationstechnologie, Mikrosystemtechnik, Materialwissenschaft, Energie und Umwelt, Mechatronik, Nanotechnologie sowie Prozess- und Produktionstechnik. Für Förderprojekte stehen jährlich Fördermittel von rund 20 Millionen Euro zur Verfügung. In der aktuellen Förderrunde in diesem Jahr hat die Bayerische Forschungsstiftung insgesamt elf Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus unterschiedlichsten Technologiefeldern gefördert.
Diana Feuerer | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.hs-regensburg.de/
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