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Damit kann BetoScan den Zustand von großen horizontalen Stahlbetonflächen, die in Parkhäusern, Tiefgaragen, Brücken oder Industriegebäuden verbaut werden, genau, schnell und kostengünstig erfassen. So können Schäden rechtzeitig erkannt und diesen durch geeignete Instandsetzungsmaßnahmen entgegengewirkt werden.
Das Entwicklungsteam von BetoScan wird nun für ihre hervorragenden Leistungen von der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) e. V. geehrt. Das Team, eine Projektgruppe (Joint Lab) zur zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) im Bauwesen, setzt sich zusammen aus Experten der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin und des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken sowie aus Experten von kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Bereich der ZfP.
Parkhäuser sind Stahlbetonbauwerke, die aufgrund des Tausalzeintrags und des kontinuierlichen Verkehrsaufkommens sowie der Fahrzeugabgase großflächig komplexe Schädigungsmuster aufweisen. Die Untersuchung potentiell geschädigter Bereiche kann nach dem Stand der Technik oft nur punktuell und mit aufwändigen zerstörenden Probeentnahmen erfolgen. Notwendig ist deshalb ein Multi-Sensor-Ansatz, der zusätzlich einen hohen Grad an Automatisierung aufweisen sollte.
Im Projekt BetoScan wurde eine selbstfahrende und selbstnavigierende Roboterplattform für ZfP-Sensoren konzipiert und entwickelt. Das Prüf- und Bewertungssystem ist in der Lage, mehrere hundert Quadratmeter Parkdeck pro Tag in hoher Flächenmessdichte zu untersuchen. Die Plattform kann hindernisfreie Flächen selbstständig in einem vorgewählten Raster abfahren und dabei Daten von verschiedenen Prüfverfahren ortsreferenziert aufzeichnen. Die Ergebnisse der untersuchten Flächen werden mit einem Computer-Programm grafisch dargestellt.
Der Anwenderpreis der DGZfP wird für innovative Leistungen für Verfahren und Prüftechnik verliehen, die von praktischer Relevanz und von weitreichender Bedeutung für die zerstörungsfreie Prüfung sind. Der Preis ist dotiert mit 3000 Euro.
BetoScan ist ein Projekt aus dem Programm zur „Förderung von innovativen Netzwerken“ (Innonet, www.vdivde-it.de/innonet) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi).
Weitere Informationen unter www.betoscan.bam.de
Kontakt: Dr. Ulrike Rockland
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 8104-1003
Fax: +49 30 8104-3037
E-Mail: presse@bam.de
Dr. Ulrike Rockland | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.betoscan.bam.de
Weitere Berichte zu: BetoScan > DGZfP > Entwicklungsteam > Roboterplattform > zerstörungsfreie Prüfung > ZfP
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