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Im Beisein von rund 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien hat das Deutsche Institut für Erfindungswesen (DIE) am Mittwoch die Träger der Dieselmedaille 2011 bekannt gegeben. Aus insgesamt 16 Nominierungen wählte das Diesel-Kuratorium unter Vorsitz von Prof. Dr. Alexander Wurzer vier Preisträger aus, die den Gedanken der Dieselmedaille – Innovation und ihre Förderung prämieren – in besonderer Weise verkörpern. Zusammen mit Dr. jur. Heiner Pollert, Erster Vorsitzender des DIE, verlieh Professor Wurzer die Dieselmedaillen in vier Kategorien.
Gewinner in der Kategorie „Erfolgreichste Innovationsleistung“ ist in diesem Jahr Karl Schlecht, Gründer der Putzmeister Unternehmensgruppe. Seit 1958 steht Putzmeister für innovative Pumpentechnologie und ist heute ein weltweit tätiges Unternehmen mit fast 3.000 Firmenangehörigen und einem jährlichen Umsatz von 600 Millionen Euro. Im Licht der Öffentlichkeit standen die innovativen Pumpen von Karl Schlecht in Tschernobyl und zuletzt in Fukushima. Vier große Mastpumpen brachten dort hohe Mengen Kühlwasser und Sensoren punktgenau in die schadhaften Reaktoren. Die Laudatio zu dieser Technologie-Erfolgsgeschichte hielt Dr. h.c. Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident Baden- Württembergs.
In der Kategorie „Nachhaltigste Innovationsleistung“ überzeugten die Firmengründer der TECNARO GmbH, Helmut Nägele und Jürgen Pfitzer. Sie entwickelten einen neuartigen Kunststoff namens ARBOFORM, der sich aus nachwachsenden Rohstoffen fertigen lässt. Dieser thermoplastische Werkstoff wird aus Lignin gewonnen, eine Substanz, die als Nebenprodukt bei der Papierherstellung entsteht. Jährlich fallen davon weltweit über 60 Millionen Tonnen an, die nun einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. ARBOFORM lässt sich durch Wärme beliebig verformen und ist widerstandsfähiger als Holz. Laudator Dr. Franz Alt, TV-Moderator und Schriftsteller, wies in seiner Rede unter anderem auf die Nachhaltigkeit dieser Erfindung hin, da ARBOFORM auf der unerschöpflichen und CO2- neutralen Rohstoffquelle Lignin basiert.
Die Dieselmedaille für die „Beste Innovationsförderung“ wurde an das Zentrale Innovationsproramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vergeben. Als bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm unterstützt das ZIM kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie kooperierende Forschungseinrichtungen. Ziel des Programms ist es, KMU zu mehr Anstrengungen für marktorientierte Forschung, Entwicklung und Innovationen anzuregen und gleichzeitig die technischen und wirtschaftlichen Risiken solcher Projekte zu verringern. Den Preis nahm Dr. Sven Halldorn, Abteilungsleiter für Technologiepolitik des BMWi entgegen. Die Laudatio wurde gehalten von Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW).
In der vierten Kategorie „Beste Medienkommunikation“ überzeugte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) mit seinem TV-Format „Einfach Genial“. Bereits seit 1996 präsentiert die Sendung unterhaltsam Erfindungen. Auf anschauliche Weise beschreibt die Sendung wöchentlich den Weg der Erfindung, von der ersten Idee bis hin zur konkreten Umsetzung. Das Erfolgsrezept der Sendung ist, dass nicht nur die Technik und Funktionsweise, sondern auch die Geschichten der Menschen hinter den Innovationen im Mittelpunkt stehen. Prof. Norbert Haugg, ehemaliger Präsident des Deutschen Patent-und Markenamts, würdigte den Preisträger in einer Laudatio, der Preis wurde entgegengenommen von Ulrike Nitzschke, Moderatorin von „Einfach Genial“.
Die Auswahl der Gewinner erfolgte durch die Mitglieder des Dieselkuratoriums unter Vorsitz von Prof. Dr. Alexander Wurzer.
Der Hans-Sauer-Preis geht in diesem Jahr an die Juristin Dr. Stephanie Bucher für ihre Promotion mit dem Titel „Der Schutz von genetischen Ressourcen und indigenem Wissen in Lateinamerika“. Die Hans-Sauer-Stiftung ehrt damit Buchers besondere Verdienste in der interdisziplinären Patentrechtsforschung.
„Beide Institutionen fördern die Innovationslandschaft nachhaltig – mit einem kleinen Unterschied: Während sich die Dieselmedaille an bereits erfolgreichen Projekten und Personen orientiert, ist der Hans-Sauer-Preis eher in die Zukunft gewandt“, begründet Ulrike Sauer, geschäftsführender Vorstand der Hans-Sauer-Stiftung, die gemeinsame Verleihung.
DIE- Vorstand Dr. Heiner Pollert ging auf die Einzigartigkeit der Dieselmedaille und die hohe gesellschaftliche Relevanz der Förderung der Innovationskultur ein: „Die Dieselmedaille glänzt mit der Tatsache, dass sie mit Abstand der älteste Innovationspreis der Welt ist. Dieses Alleinstellungsmerkmal ist Ansporn für uns, die hohe Bedeutung der Dieselmedaille für die Innovationskultur im sechsten Jahrzehnt ihres Bestehens noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.“
Über die Dieselmedaille:
Die Dieselmedaille wurde 1952 ins Leben gerufen. Seitdem gilt sie als höchste Auszeichnung für Erfinder, die mit ihrem Erfolg zum Wohle unserer Gesellschaft beigetragen haben. Die lange Liste prominenter Medaillenträger unterstreicht die hohe Bedeutung der geistigen Schöpfung und des unternehmerischen Erfolgs für unsere Wirtschaft. Berühmte Preisträger sind unter anderem Wernher von Braun, Gottlob Bauknecht, Hans Vissmann, Arthur Fischer, Anton Kathrein, Sybill Storz, Walter Sennheiser, die Nobelpreisträger Herrmann Staudinger, Jan Enders, Ernst Ruska und Manfred Eigen, sowie die SAP-Gründer Dietmar Hopp, Prof. Dr. h.c. Hasso Plattner und Dr. h.c. Klaus E. Tschira.
Weitere Details und Hintergrundinformationen zu den Nominierungen finden Sie unter: www.dieselmedaille.de (Menu: Dieselmedaille / Nominierungen)
Pressekontakt:
WORDUP PR
Achim von Michel
Tal 34
80331 München
Tel: 089 2 878 878 0
E-Mail: info@wordup.de
Achim von Michel | Quelle: WORDUP PR
Weitere Informationen: www.dieselmedaille.de
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