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Quantencomputer gibt es noch nicht, aber Physiker haben erforscht, dass dieser beim Löschen gespeicherter Daten Kälte erzeugt. Damit haben die Forscher den Bau von Hochleistungsrechnern erleichtert.
"Unserer Ergebnisse werden relevant, wenn der Quantencomputer gebaut wird", sagt Renato Renner von der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich im pressetext-Gespräch. Der Physiker schätzt, dass es in etwa 20 Jahren so weit sein sollte.
Normalerweise brauchen Computer viel Energie, die sie als Wärme freisetzen. Die Wärmeproduktion macht den Computer aus energetischer Sicht ineffizient. Zudem limitiert die Hitze auch die Leistung der Hochleistungsrechner, so dass eine Steigerung nur noch begrenzt möglich ist.
Anstatt Wärme entsteht Kälte
Der enorme Energiebedarf und die überflüssige Wärmeproduktion machen Hochleistungsrechner also nicht nur teurer - sie behindern auch deren Weiterentwicklung. Der Physiker Renner hat zusammen mit Professor Vlatko Vedral, vom Centre for Quantum Technologies der NU Singapore, entdeckt, dass beim Datenlöschen anstatt Wärme unter bestimmten Voraussetzungen Kälte entstehen könnte.
Denkt man die Ergebnisse der Wissenschaftler konsequent weiter, dann wird beim Löschen von Computerdaten gar keine Energie mehr gebraucht. Die Physiker gehen sogar noch einen Schritt weiter: Bei einem Quantencomputer würde der Umgebung bei einem Löschvorgang sogar Wärme entzogen. "Das heisst aber nicht, dass wir das Perpetuum Mobile entwickeln können", sagt Renner. Es ergäbe sich dadurch keine fortlaufende Energiegewinnung.
Oranus Mahmoodi | Quelle: pressetext.redaktion
Weitere Informationen: www.ethz.ch
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