Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwanzig Exowelten warten auf Namensvorschläge

27.04.2015

Der NameExoWorlds-Wettbewerb, den die Internationale Astronomische Union (IAU) und das Zooniverse organisieren, geht in die nächste Phase: Die zwanzig beliebtesten Exowelten – Systeme von Planeten, die andere Sterne umkreisen als die Sonne, samt den jeweiligen Heimatsternen – warten jetzt darauf, dass registrierte Astronomieclubs und gemeinnützige Organisationen vorschlagen, wie sie benannt werden sollen.

Seit Jahrtausenden geben Menschen ausgewählten Himmelsobjekten Namen. Dieser Tage ist das zuständige Gremium die Internationale Astronomische Union (IAU), der ihre Mitgliedsländer die Verantwortung für die Benennung neu entdeckter Himmelskörper übertragen haben.

Der NameExoWorlds-Wettbewerb gibt nicht nur der allgemeinen Öffentlichkeit erstmals die Gelegenheit, Exoplaneten zu benennen (also Planeten, die andere Sterne umkreisen als die Sonne); zum ersten Mal seit Jahrhunderten können auch einige Sterne neue Namen bekommen, nämlich die Heimatsterne jener Exoplaneten.

Die Liste der zwanzig Exowelten, die zur Benennung anstehen, kann auf der Webseite http://www.nameexoworlds.org eingesehen werden. Bei einigen davon handelt es sich um Systeme mit nur einem einzigen (bekannten) Planeten, bei anderen um Mehrplanetensysteme. Jede Organisation, die an dem Wettbewerb teilnimmt, kann einen Namensvorschlag einreichen, der sich auf eine der Exowelten beziehen muss.

Hat die Exowelt einen oder mehrere Planeten, muss der Vorschlag Namen sowohl für alle Planeten des Systems als auch für den Heimatstern beinhalten. Fünf der zwanzig Sterne in der ExoWorlds-Liste haben bereits gängige Namen; für diese Sterne kann kein neuer Name vorgeschlagen werden.

Insgesamt sollen mit dem Wettbewerb Namen für 15 Sterne und 32 Planeten gefunden werden. Erklärungen für die bisherigen Bezeichnungen der Heimatsterne und persönliche Nachrichten einiger der Entdecker der Planeten(systeme) sind ebenfalls auf den Webseiten des Wettbewerbs einsehbar.

Organisationen, die sich an dem Wettbewerb beteiligen möchten – Astronomieclubs, gemeinnützige Organisationen, aber beispielsweise auch Schulen – müssen sich zunächst beim IAU Directory of World Astronomy http://directory.iau.org registrieren. Die Anmeldefrist dafür wurde bis 1:59 morgens MESZ am 2. Juni 2015 (=23:59 UTC 1. Juni 2015) verlängert.

Namensvorschläge können hier eingereicht werden. Alle Vorschläge müssen sich an die Namenskonventionen der IAU für Exoplaneten halten und sollten ausführlich begründet werden. Um am Wettbewerb teilzunehmen, muss ein Vorschlag bis um 1:59 morgens MESZ am 16. Juni 2015 (=23:59 UTC am 15. Juni 2015) eingegangen sein.

Sobald diese Phase des Wettbewerbs abgeschlossen ist, wird die allgemeine Öffentlichkeit die Gelegenheit bekommen, über die Namensvorschläge abzustimmen.

Die Ergebnisse sollen in einer besonderen öffentlichen Zeremonie während der XXIX. Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union in Honolulu, USA (3.-14. August 2015) bekanntgegeben werden.

Die IAU ist die weltweite Vereinigung der Astronomen, der 10.000 professionelle Astronomen aus fast 100 Ländern angehören. Ihr Ziel ist es, die Wissenschaft der Astronomie durch internationale Zusammenarbeit zu fördern. Die IAU ist auch die international anerkannte Autorität für die Benennung von Himmelskörpern bzw. Oberflächenmerkmalen von Himmelskörpern. Die IAU wurde 1919 gegründet.

Kontaktinformationen

Markus Pössel
IAU National Outreach Contact für Deutschland
Haus der Astronomie, Heidelberg
Tel.: (06221) 528-261
E-mail: pr@mpia.de

Sze-leung Cheung
IAU International Outreach Coordinator
Japan
Tel.: +81-(0)422-34-3896
Mobil: +852-54253118
E-Mail: cheungszeleung@iau.org

Thierry Montmerle
IAU General Secretary / Institut d'Astrophysique de Paris
Tel.: +33 1 43 25 83 58
E-Mail: montmerle@iap.fr

Chris J. Lintott
Zooniverse, Citizen Science Alliance, University of Oxford
Tel.: +44 7808 167288
E-Mail: cjl@astro.ox.ac.uk

Weitere Informationen:

http://www.nameexoworlds.org/the_exoworlds - Informationen über die zu benennenden Exowelten
https://directory.iau.org/ - IAU Directory of World Astronomy
http://astronomy2015.org/ - Webseiten für die XXIX. Generalversammlung der IAU in Honolulu

Dr. Markus Pössel | Max-Planck-Institut für Astronomie

Weitere Berichte zu: Astronomie Haus der Astronomie IAU Max-Planck-Institut Outreach UTC Wettbewerb

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion
23.06.2017 | Max-Planck-Institut für Astrophysik

nachricht Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt
22.06.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften