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Zukunftsprojekte der Teilchenphysik bauen auf Supraleitung

16.09.2009
Internationale Experten auf dem Gebiet der supraleitenden Beschleunigertechnik treffen sich zur "14th International Conference on RF Superconductivity" (SRF 2009) in Berlin und Dresden.

Sie wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) vom 20. bis 25. September 2009 im dbb Forum Berlin ausgerichtet. Vor der Konferenz finden am FZD, das einen supraleitenden Elektronenbeschleuniger betreibt, Seminare speziell für Einsteiger in die Technologie statt.

Auf der Konferenz, die seit 1983 alle zwei Jahre stattfindet, werden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, technologischen Fortschritte sowie Anwendungen der so genannten Hochfrequenz-Supraleitung vorgestellt, die an allen großen Beschleunigeranlagen weltweit im Einsatz ist.

Supraleiter sind Materialien, die bei sehr tiefen Temperaturen elektrischen Strom ohne Verlust leiten. Mit der Technologie der Supraleitung können Teilchen in einem Beschleuniger auf höchste Energien gebracht werden. Sie ist in den letzten 30 Jahren zu einer Schlüsseltechnologie für viele weltweit existierende Beschleunigeranlagen geworden, z.B. für den Large Hadron Collider (LHC) am CERN bei Genf oder auch für den Elektronenbeschleuniger ELBE am FZD. Auch zukünftige Beschleunigeranlagen kommen ohne diese Technologie nicht aus. Dem FZD ist es als bisher einziger Forschungseinrichtung gelungen, eine supraleitende Kanone, im Fachjargon "Gun", zu entwickeln. Diese erzeugt die Elektronen und formt sie zu einem Teilchenstrahl mit besonders guten Eigenschaften, die der Strahl auch im supraleitenden Hauptbeschleuniger beibehält.

Im Rahmen der Seminare am FZD vom 17. bis 19. September 2009 können die Teilnehmer den ELBE-Beschleuniger besichtigen. Insgesamt werden 280 Wissenschaftler zur Konferenz erwartet; 85 davon nehmen an den FZD-Seminaren in Dresden teil.

Weitere Informationen:
Dr. Peter Michel
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Leiter der Abteilung Strahlungsquelle ELBE/Institut für Strahlenphysik
Tel.: 0351 260 - 3259 / 2607
E-Mail: p.michel@fzd.de
Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bautzner Landstr. 400, 01328 Dresden
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
E-Mail: presse@fzd.de
Information:
Das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) hat das Ziel, strategisch und langfristig ausgerichtete Spitzenforschung in politisch und gesellschaftlich relevanten Forschungsthemen wie Energie, Gesundheit, Struktur der Materie und Schlüsseltechnologien zu leisten. Folgende Fragestellungen stehen dabei im Mittelpunkt:
- Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?
- Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
- Wie schützt man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken?
Diese Fragestellungen werden in strategischen Kooperationen mit Forschungs- und Industriepartnern bearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Betrieb von sechs einmaligen Großgeräten, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.

Das FZD wird als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft von Bund und Land gefördert, verfügt über ein Budget von mehr als 70 Mio. Euro (2008) und beschäftigt rund 750 Personen.

Dr. Christine Bohnet | idw
Weitere Informationen:
http://www.fzd.de

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