Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Dresden beteiligt sich an einem neuen Virtuellen Institut der Helmholtz-Gemeinschaft

31.08.2011
Einblick in die Dynamik der Nanowelt

Am 1. September beginnt die Förderung eines neuen Virtuellen Instituts durch die Helmholtz-Gemeinschaft, an dem DESY (Hamburg), die Universitäten Göttingen und Heidelberg, das KIT (Karlsruhe) und die TU Dresden beteiligt sind. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert damit eine Zusammenarbeit von universitären und außeruniversitären Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an einem gemeinsamen Thema.

In den Nanowissenschaften, der Chemie und den Lebenswissenschaften gibt es einen wachsenden Bedarf an hochauflösenden bildgebenden Verfahren auf der Mikro- und Nanometerskala. Die physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften eines Objekts hängen signifikant von dessen Struktur und chemischen Zusammensetzung ab. Daher ist die Strukturbestimmung grundlegend für das Verständnis biologischer und chemischer Prozesse, die einen wichtigen Beitrag zu Themen wie Gesundheit, Umwelt und Energie leisten. Bildgebende Verfahren mit Röntgenstrahlung sind dazu besonders geeignet, da sie chemischen und strukturellen Kontrast liefern können und dabei den zerstörungsfreien Blick ins Innere eines Objektes oder einer speziellen Probenumgebung ermöglichen. Das am Institut für Strukturphysik der TU Dresden entwickelte Röntgenmikroskop, das an der Synchrotronstrahlungsquelle PETRA III in Hamburg seinen Betrieb aufnimmt, ist dazu besonders geeignet.

Unter der Federführung der TU Dresden (Sprecher: Prof. Christian Schroer vom Institut für Strukturphysik) geht das bei DESY in Hamburg angesiedelte Virtuelle Institut „In-Situ Nano-Imaging of Biological and Chemical Processes” an den Start. Im Rahmen dieses Virtuellen Instituts soll die Expertise aus der Röntgenmikroskopie, der Biophysik und der Chemie zusammengeführt werden, um in-situ bildgebende Verfahren für biologische und chemische Prozesse mit Hilfe der Röntgenmikroskope bei PETRA III, FLASH und später am Europäischen XFEL zu entwickeln und auf aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen anzuwenden.

Das Virtuelle Institut zur Nano-Bildgebung wird für fünf Jahre mit insgesamt 2,5 Millionen Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert.

Informationen für Journalisten: Prof. Christian Schroer, Tel. 0151 58817697

Mathias Bäumel | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert
09.12.2016 | Forschungszentrum Jülich

nachricht Elektronenautobahn im Kristall
09.12.2016 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie