Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TransMIT – Neue Wege in der Materialbearbeitung

16.02.2010
TransMIT GmbH gründet Projektbereich für Ionenquellen in der Materialbearbeitung und positioniert sich mit Ergebnissen aus der Weltraumforschung in zukunftsträchtiger Marktnische

Der jüngst von der TransMIT GmbH gegründete Projektbereich für Ionenquellen in der Materialbearbeitung (IQM) besetzt ein technologisch vielversprechendes Marktsegment. Mit der Entwicklung und Herstellung von Geräten zur Erzeugung von Ionen- und Partikelstrahlen, insbesondere Hochfrequenz-Ionenstrahlquellen, transferiert der IQM Projektbereich das über viele Jahre in der Weltraumforschung erworbene Wissen auf neue terrestrische Anwendungsbereiche.

Das Produktspektrum des IQM reicht von kleinen Ionenquellen etwa für lokal eng begrenzte Oberflächenbearbeitung bis hin zu größeren Quellen zur Abstäubung von Materialien und zur Herstellung und Stabilisierung von Beschichtungen. Für die Zukunft des anvisierten Marktsegments zeigt sich der Leiter und Gründer des IQM, Dr. Davar Feili, zuversichtlich, da die Produkte und Dienstleistungen des Projektbereichs auf bereits bestehendes Interesse potenzieller Anwender treffen: „Die Entwicklung von Ionentriebwerken auch für terrestrische Anwendungen entspricht einem vorhandenen Bedürfnis, das in den vergangenen Jahren aus der Forschung und Industrie zunehmend an uns herangetragen wurde. Durch die Herstellung von praxisnahen vollständigen Ionenquellensystemen können wir diesen Wünschen nun gerecht werden.“

Dr. Feili übernahm als Nachfolger von Prof. Karl-Heinz Schartner und Prof. Horst Löb bereits im Jahr 2004 die Leitung der weltweit renommierten Arbeitsgruppe für Ionentriebwerke am I. Physikalischen Institut der Justus-Liebig Universität Gießen. Prof. Löb gründete vor mehr als 40 Jahren die seither in zahlreiche nationale und internationale Ionentriebwerk-Projekte eingebundene Arbeitsgruppe und wurde für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Ionentriebwerke im vergangenen Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Vom breiten Anwendungsspektrum der Ionentriebwerke und der damit verbundenen Zukunftsperspektive des IQM ist der Raumfahrtphysiker Prof. Loeb überzeugt: „Angesichts der über Jahrzehnte andauernden Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in der Gießener Arbeitsgruppe verfügt der neue Projektbereich für Ionenquellen in der Materialarbeitung unter der Leitung von Dr. Feili über einen einzigartigen Erfahrungshintergrund. Auf dieser Basis können die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Ionentriebwerken über den Bereich der Raumfahrt hinaus signifikant erweitert werden.“

Praktische Anwendung finden die Ionenquellen des IQM bereits am Gießener I. Physikalischen Institut, dessen geschäftsführender Direktor Prof. Bruno K. Meyer gemeinsam mit Dr. Feili auch den TransMIT-Projektbereich für elektrische Raumfahrtantriebe leitet: „Die neuen von Dr. Feili entwickelten Verfahren bergen sehr hohes Potenzial für die verschiedensten Bereiche etwa in der Optik oder bei der Herstellung von Flachbildschirmen. Die nun ermöglichte Präzision und Feinheit bei der Beschichtung und Modifizierung von Oberflächen übertreffen die herkömmlichen Methoden um ein Vielfaches. Nicht umsonst gehörten wir mit dem Institut zu den ersten Nutzern.“

Die TransMIT GmbH erschließt und vermarktet im Schnittfeld von Wissenschaft und Wirtschaft professionell die Potenziale der drei mittelhessischen Hochschulen Justus-Liebig-Universität Gießen, Fachhochschule Gießen-Friedberg und Philipps-Universität Marburg. So bieten derzeit mehr als 100 TransMIT-Zentren innovative Technologien und Dienstleistungen in den Bereichen Life Sciences, Technik, Kommunikation/Medien/Literatur, Unternehmensführung/Management, Informations- und Kommunikationstechnik an. Der Geschäftsbereich Patente, Innovations- und Gründerberatung widmet sich der Bewertung, dem Schutz und der Umsetzung von inter-/ nationalen Innovations- und Wachstumsvorhaben. Das Geschäftssegment Kommunikationsdienste und -netze bietet Dienstleistungen rund um den effizienten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie. Die TransMIT-Akademie führt Weiterbildungsveranstaltungen zu neuen Technologien und Entwicklungen durch.

Zu den Kunden der TransMIT GmbH zählen namhafte Unternehmen aus den Branchen Pharma/Medizin, Biotechnologie, Chemie, Automobil, Anlagen- und Maschinenbau, Elektrotechnik, Optik, Informationstechnologie, Neue Medien, Telekommunikation sowie Handel und Dienstleistung. Referenzprojekte sind u.a. das Mathematikmuseum zum Anfassen, H-IP-O (Hessische Intellectual Property Organisation), Aktionslinie hessen-teleworking, Aktionslinie hessen-biotech! sowie das Wissenschaftsportal der European Polymer Federation (EPF). Gegründet wurde die TransMIT GmbH 1996 als Gemeinschaftsprojekt der mittelhessischen Hochschulen, Volksbanken und Sparkassen sowie der IHK Gießen-Friedberg. Sie beschäftigt an den Standorten Marburg, Gießen, Friedberg und Frankfurt weit über 100 MitarbeiterInnen.

Ansprechpartner bei Rückfragen:
Holger Mauelshagen
Pressesprecher
TransMIT
Gesellschaft für Technologietransfer mbH
Schaumainkai 69
60596 Frankfurt
Telefon: +49 (69) 605046-04
Telefax: +49 (69) 605047-80
E-Mail: holger.mauelshagen@transmit.de
Dr. rer. nat. Davar Feili
Leiter TransMIT-Projektbereich
Ionenquellen in der
Materialbearbeitung (IQM)
Heinrich-Buff-Ring 16
35392 Gießen
Telefon: +49 (641) 99331-32
Telefax: +49 (641) 99331-37
E-Mail: feili@transmit.de

Holger Mauelshagen | TransMIT
Weitere Informationen:
http://www.transmit.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht MADMAX: Ein neues Experiment zur Erforschung der Dunklen Materie
20.10.2017 | Max-Planck-Institut für Physik

nachricht Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung
20.10.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise