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Studenten der Uni Magdeburg planen DLR-Forschungsflug in die Schwerelosigkeit

01.03.2010
Physikalisches Experiment startet nördlich vom Polarkreis Richtung Weltraum

Studierende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben sich erfolgreich um einen Raketen-Forschungsflug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der europäischen Raumfahrtagentur (ESA) beworben.

Sie haben Mitte März nächsten Jahres als eines von insgesamt 9 Teams aus ganz Europa die Möglichkeit, während eines Raketenflugs ein von ihnen entworfenes Experiment zur Dynamik einer Ansammlung kleiner Teilchen in der Schwerelosigkeit zu testen und so letztendlich zu neuen physikalischen Erkenntnissen zu gelangen. Das Experiment soll klären, ob und wie sich stäbchenförmige Teilchen in Abwesenheit von Schwerkraft anordnen.

Das Team GAGa (Granulare Anisotrope Gase) besteht aus jungen PhysikerInnen und Elektrotechnikern: Kirsten Harth, Torsten Trittel, Ulrike Strachauer, Ulrike Kornek, David Fischer, Stephan Höme, Karl Will.

Anfang Februar waren sie bereits zu einem Workshop ins schwedische Kiruna, nördlich des Polarkreises, eingeladen worden. Dort ging es vor allem darum, die Station, die Forschungsrakete und natürlich auch die anderen Teams kennenzulernen.

"In Esrange bei Kiruna zu arbeiten, war absolut faszinierend für uns. Die Gegend war kalt und dunkel, eine Welt aus Nordlichtern, Sternen und Rentieren. Alle, die wir kennen lernten waren wirklich nett. Alles in Allem war der Workshop sehr nützlich für die weitere Arbeit und wir bringen viele neue Erfahrungen mit zurück", so die Physikstudentin Kirsten Harth.

Im März nehmen die Studierenden an einem Parabelflug teil, um das Experiment, das letztlich in der Rakete stattfinden soll, vorzubereiten.

Nur noch wenige Wochen, Tage und vor allem Nächte, bleiben den sieben Diplom- und Promotionsstudierenden, das Experiment vorzubereiten und aufzubauen.

Viel Platz wird nicht sein, mehr Raum als in einem Schuhkarton wird ihnen in der knapp sechs Meter hohen Rakete nicht zur Verfügung stehen. Es muss alles stimmen, vor allem die Videoaufzeichnung während des Fluges muss klappen, ansonsten waren alle Anstrengungen umsonst.

Doch der Betreuer der Forschungsstudenten, Professor Ralf Stannarius ist zuversichtlich: "Wir sind sehr gespannt und haben großen Spaß bei der Untersuchung der Granulate. Diese Materialien haben interessante Eigenschaften, denn manchmal verhalten sich beispielsweise feste Stoffe wie eine Flüssigkeit. Das Unglück von Nachterstedt liefert ein beredtes Beispiel, welche dramatischen Konsequenzen sich daraus ergeben können."

Ansprechpartner: Kirsten Harth; E-Mail: gaga.in.space@gmx.de

Katharina Vorwerk | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-magdeburg.de/

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