Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Scada-System von Siemens unterstützt Cern bei der Suche nach dem Higgs-Teilchen

30.07.2012
Im Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Meyrin im Schweizer Kanton Genf befindet sich das weltgrößte Teilchen-Physik- Labor und Beschleunigerzentrum.

Im Cern steht der weltweit größte Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider). Neben der Steuerung, Überwachung und Dokumentation der am LHC ablaufenden Experimente werden seit 2001 alle technischen Prozesse am Cern von einem Scada-System der Simatic HMI-Familie überwacht und gesteuert: dem System Simatic WinCC Open Architecture (WinCC OA). Die Wissenschaft bedient sich immer öfter an Systemen mit Industriestandard auf höchstem Niveau.



Maßgebliche Entscheidungsgründe für das Cern zu Gunsten von Simatic WinCC OA waren die extrem hohe Stabilität und Konnektivität, Systemoffenheit sowie die Widerstandsfähigkeit gegen äußere Störeinwirkungen sowie die Fähigkeit, besonders hohe Datenaufkommen („Overload“-Situationen) sicher zu bewältigen. Die Anforderungen an das Scada-System am Cern sind gewaltig: Mehr als zehn Millionen I/O(Input und Output)- Überwachungskanäle werden über ein stark verteiltes Steuerungssystem aus Hunderten von Computer-Systemen verarbeitet.

Aufgrund seiner Fähigkeit mit einer Vielzahl von Kanälen und großen Datenmengen umzugehen, eignet sich Simatic WinCC OA für vernetzte und redundante High-End-Leitsysteme. Das Scada-System stellt eine durchgängige und hochperformante Kommunikation von der Feldebene bis in den Leitstand, also von der Maschine bis in die Zentrale sicher Das offene Kommunikationskonzept von WinCC OA erlaubt die Einbindung unterschiedlichster Komponenten mittels OPC (Objekt Linking and Embedding OLE for Process Control), verschiedener Feldbusse und Fernwirkprotokolle.

WinCC OA ist neben Windows auch unter den Betriebssystemen Linux und Solaris einsetzbar und bietet die Möglichkeit einer Langzeitdatenarchivierung mittels Datenbankmanagementsystem- Software Oracle RdB mit hierarchischen Verdichtungsstufen und Bilanzierungsfunktionen. So werden beispielsweise im europäischen Kernforschungszentrum Cern 200.000 Werteänderungen pro Sekunde in einem Oracle Cluster weiterverarbeitet.

Die Siemens-Tochtergesellschaft ETM professional control GmbH mit Sitz in Eisenstadt, Österreich, entwickelt und vermarktet seit über 25 Jahren das Scada- System Simatic WinCC Open Architecture. Seit März 2007 als 100prozentige Tochtergesellschaft der Siemens AG. Als Teil der Simatic-HMI-Familie von Siemens überwacht und steuert das Scada-System Anwendungen mit hohem kundenspezifischem Anpassungsbedarf, große und/oder komplexe Anwendungen sowie Projekte, die spezielle Systemvoraussetzungen und Funktionen erfordern.

Das Cern, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eine Großforschungseinrichtung bei Meyrin im Kanton Genf in der Schweiz. Am Cern wird physikalische Grundlagenforschung betrieben, der Aufbau der Materie und die fundamentalen Wechselwirkungen zwischen den Elementarteilchen erforscht, also die grundlegende Frage, woraus das Universum besteht und wie es funktioniert.

Mit großen Teilchenbeschleunigern werden Teilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht. Mit einer Vielzahl unterschiedlicher Teilchendetektoren werden sodann die Flugbahnen der bei den Kollisionen entstandenen Teilchen rekonstruiert, woraus sich wiederum Rückschlüsse auf die Eigenschaften der kollidierten sowie der neu entstandenen Teilchen ziehen lassen. Dies ist mit einem enormen technischen Aufwand für die Herstellung und den Betrieb der Anlagen sowie mit extremen Anforderungen an die Rechnerleistung zwecks Datenauswertung verbunden. Auch aus diesem Grund wird Cern international betrieben und finanziert.

Cern steht ursprünglich für die Bezeichnung der Gründungsorganisation dem Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire. Heutzutage steht Cern für European Organization for Nuclear Research beziehungsweise Organisation Européenne pour la Recherche Nucléaire. Zur Zeit hat das Cern 20 Mitgliedstaaten, mit etwa 3.200 Mitarbeitern und rund 10.000 Gastwissenschaftler aus 85 Nationen, die an Cern-Experimenten arbeiten.

Siemens Simatic WinCC Open Architecture
www.siemens.de/wincc-open-architecture
ETM
www.etm.at

| Siemens Presseservice
Weitere Informationen:
http://www.etm.at
http://www.siemens.de/wincc-open-architecture

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation
12.12.2017 | Max-Planck-Institut für Quantenoptik

nachricht Einmal durchleuchtet – dreifacher Informationsgewinn
11.12.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik