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Die Photonik-Branche im Aufbruch

01.12.2010
Bundesministerin Schavan nahm in Berlin die „Agenda Photonik 2020“ zur Entwicklung der Photonik in Deutschland für die nächste Dekade entgegen.

Persönlich nahm Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, gestern in Berlin die druckfrische „Agenda Photonik 2020“ entgegen. Überreicht wurde die Agenda im Bundesministerium für Bildung und Forschung von den beiden Repräsentanten der Initiative „Photonik 2020“ Peter Leibinger (geschäftsführender Gesellschafter der TRUMPF GmbH+ Co. KG) und Prof. Dr. Andreas Tünnermann (Leiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF Jena). Beide sind ebenfalls Sprecher des Programmausschusses Optische Technologien.

Mit der über 170 Seiten starken Agenda vereinbart die deutsche Photonik-Community ganz konkret die Leitlinien zur Forschung und Entwicklung der deutschen Hightech-Branche rund um die Nutzbarmachung des Lichts für die nächsten zehn Jahre. Große Herausforderungen und Chancen bestehen in der Gestaltung des Halbleiterzeitalters der Photonik und in der konsequenten Erschließung von Zukunftsfeldern für die Photonik.

Die „Agenda Photonik 2020“ legt die aktuelle Position der Photonik-Branche in Deutschland dar und gibt einen detaillierten Überblick über die einzelnen Handlungsfelder entlang der Leitmärkte Produktion, Gesundheit, Kommunikation, Beleuchtung und Energie. Des Weiteren benennt die Agenda die wichtigsten Herausforderungen für die nächste Dekade und gibt Handlungsempfehlungen an Wirtschaft und Verbände, Wissenschaft und Politik. Hieraus leiten sich zentrale Aufgaben ab, die vorrangig angegangen werden müssen, um die deutsche Spitzenposition im Bereich der Photonik im globalen Innovationswettbewerb zu stärken.

Die Agenda adressiert die Handlungsfelder der Hightech-Strategie der Bundesregierung und zeigt, dass Schlüsseltechnologien, wie die Photonik, das Erreichen der Ziele der Hightech-Strategie erst ermöglichen. Die Kernthesen: Trotz aller Errungenschaften stehen wir erst am Anfang, denn die Technologiepfade des Photons und große Wachstumsfelder für das Photon sind keineswegs erschlossen. Spitzenpositionen müssen immer wieder neu bewiesen werden. Laut der Agenda wird das anspruchsvolle Ziel der Bundesregierung, Deutschland auch zukünftig zu den wirtschaftsstärksten und innovativsten Nationen zählen zu können, nicht ohne eine starke Position in der Photonik zu erreichen sein.

Vor diesem Hintergrund haben sich führende Repräsentanten aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Initiative „Photonik 2020“ zusammen geschlossen und in einem weithin beachteten Memorandum im Juni 2009 die Fortsetzung des gemeinsamen, erfolgreichen Vorgehens von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für die nächste Dekade vorgeschlagen. Mit dem Memorandum hat die Initiative so einen richtungsweisenden Prozess zur konsequenten und nachhaltigen Nutzung des Rohstoffs Licht angeregt. Das Photon soll zum Innovationstreiber Nummer eins werden.

Im März 2010 startete die Branche mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den industriegeführten Strategieprozess. 300 führende Photonik-Experten aus der gesamten Bundesrepublik trafen sich in Berlin, um in mehreren Workshops gemeinsam eine verbindliche Strategie zu erarbeiten und die Leitlinien zur Forschung und Entwicklung der Photonik in Deutschland für die nächste Dekade festzulegen. Zugleich unterstrich die Branche ihre Bereitschaft, das erfolgreiche Public-Private-Partnership Modell zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fortzusetzen, und sagte ein Engagement in Höhe von rund 30 Mrd. Euro für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den kommenden zehn Jahren zu.

Im Anschluss wurden die Ergebnisse der Workshops vom Programmausschuss Optische Technologien in der „Agenda Photonik 2020“ zusammengetragen.

Daniela Metz | idw
Weitere Informationen:
http://www.optischetechnologien.de

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