Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit optischen Pinzetten und kosmischen Kannen

15.07.2009
Die Fakultät für Physik eröffnet am 22. Juli, 14 Uhr, ein neues Schülerlabor.

Studierende haben die fünf Stationen des Labors entwickelt, das den Namen "PSI - Die Physik-Schülerlabor-Initiative" trägt. Die Eröffnung mit einer Vorstellung des Labors und Führungen findet im Kleinen Hörsaal 3 (A) der Physik (Engesserstraße 7, Geb. 30.22) an der Universität statt.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben neun Lehramt-Studierende für ihr Staatsexamen Experimente entwickelt und für Schülerinnen und Schüler aufbereitet. Diese können zum Beispiel mit der "optischen Pinzette" Mikroobjekte, etwa Stärkezellen, mit Hilfe eines Laserstrahls einfangen und bewegen. Oder einen Stickstofflaser bauen und damit Mikrostrukturen in Polymerfolien erzeugen.

Auch ein Spektrometer können sie konstruieren und Lichtquellen analysieren. Und indem sie Kaffeekannen mit Photomultipliern kombinieren, können sie natürliche Teilchenstrahlung aus dem Weltall zählen. Schließlich untersuchen sie mit einem Interferometer die Eigenschaften der Lichtteilchen (Photonen).

... mehr zu:
»Kannen »PSI »Physik »Pinzetten »Schülerlabor

Die Professoren Kurt Busch, Heinz Kalt und Günter Quast leiteten die Studierenden an, Dr. Antje Bergmann betreute sie intensiv. Weitere Studierende erarbeiten derzeit neue Experimente für das Labor oder bauen bestehende Versuche aus.

Das Angebot des Schülerlabors richtet sich vornehmlich an Physikkurse und einzelne besonders interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Bis zu zehn Jugendliche können das Labor zur gleichen Zeit nutzen. Besuchstage und -dauer seien individuell vereinbar, erklärt Antje Bergmann. Auf der PSI-Internetseite "können die Schülerinnen und Schüler ihre Versuche im Labor vorbereiten", so Bergmann. Dort finden sie Erklärungen zu den physikalischen Grundlagen der Versuche in schülergerechter Form. Sie stoßen auch auf Animationen, welche die zum Teil komplizierten physikalischen Sachverhalte verständlich darstellen.

Mit dem Schülerlabor, so erläutert Studiendekan Busch, wolle die Fakultät Bedeutung und Leistungsfähigkeit physikalischer Forschung verdeutlichen. "Die Schülerinnen und Schüler erleben im Labor vom kommenden Schuljahr an faszinierende Bereiche der aktuellen Physik - damit wollen wir sie für ein ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium interessieren", so Busch. Die PSI verstehe sich als Ergänzung zum Physikunterricht an der Schule: Sie ermögliche, so Busch, "den direkten Kontakt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und gewährt Einlicke in die Arbeitsweise an Forschungseinrichtungen".

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das Wissensdreieck Forschung - Lehre - Innovation.

Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches Energieforschungszentrum und spielt in den Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein führender Innovationspartner für die Wirtschaft.

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Berichte zu: Kannen PSI Physik Pinzetten Schülerlabor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion
23.06.2017 | Max-Planck-Institut für Astrophysik

nachricht Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt
22.06.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften