Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Projekt untersucht Magneten im Nanobereich

08.09.2011
1,5 Millionen Euro für Nachwuchswissenschaftler

In dem neuen Forschungsprojekt „Electric Control of Magnetization Dynamics (ECOMAGICS)“ untersucht Dr. Georg Woltersdorf vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Regensburg ab Januar 2012 die Eigenschaften von Nanomagneten.

Ziel ist es, die Magnetisierungsdynamik in ultradünnen magnetischen Strukturen mit Hilfe von elektrischen Feldern zu steuern. Vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council – ERC) wird der herausragende Nachwuchswissenschaftler für den Zeitraum von fünf Jahren mit einem prestigesträchtigen „ERC Starting Grant“ in Höhe von 1,5 Millionen Euro gefördert. Die untersuchten magnetischen Nanostrukturen könnten künftig für neue Methoden der Datenspeicherung verwendet werden.

Jeder kennt das Phänomen der Kraftwirkung zwischen zwei Permanentmagneten. Magnetische Eigenschaften existieren aber auch auf der atomaren und damit für das menschliche Auge unsichtbaren Ebene. Der Magnetismus auf diesen kleinen Längenskalen hat in den letzten Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen – beispielsweise in der Datenverarbeitung und -speicherung. Mittlerweile begegnen uns magnetische Speicher in den verschiedensten Bereichen des täglichen Lebens. So werden digitale Informationen auf Computer-Festplatten in einer nur wenige Nanometer dicken magnetischen Schicht gespeichert.

Da solche Magnetspeicher künftig immer schneller arbeiten müssen, steigen hier auch die Anforderungen an die Forschung. Woltersdorf wird deshalb im Rahmen seines Forschungsprojekts eine neue Methode zur Kontrolle der Magnetisierungsdynamik im Nanometerbereich untersuchen, die auf elektrischen Feldern basiert. Elektrische Felder haben in diesem Zusammenhang zwei wesentliche Vorteile: Sie lassen sich einerseits in Nanostrukturen relativ gut kontrollieren und versprechen andererseits die Entwicklung von kostengünstigen Bauelemente für die Spintronik; einem neuen Forschungsfeld im Bereich der Nanotechnologie, das – im Gegensatz zur Halbleiterelektronik – auch die magnetischen Eigenschaften von Elektronen für die Informationsverarbeitung nutzt.

Weiterführende Informationen zu den „ERC Starting Grants“:
ERC Starting Grants unterstützen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe und ermöglichen den Beginn ihrer unabhängigen Forschungstätigkeit in Europa. Die Grants werden im Wettbewerb an herausragende Forscherinnen und Forscher vergeben. Alleiniges Auswahlkriterium ist die wissenschaftliche Exzellenz der Antragsteller und der Projektvorschläge. ERC Starting Grants können für bis zu 5 Jahre beantragt werden und beinhalten ein maximales Projektbudget von bis zu 1,5 Millionen Euro (http://erc.europa.eu/index.cfm?fuseaction=page.display&topicID=65).
Ansprechpartner für Medienvertreter:
Dr. Georg Woltersdorf
Universität Regensburg
Institut für Experimentelle und Angewandte Physik
Tel.: 0941 943-4931
Georg.Woltersdorf@physik.uni-regensburg.de

Alexander Schlaak | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-regensburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Neuartige Halbleiter-Membran-Laser
22.03.2017 | Universität Stuttgart

nachricht Seltene Erden: Wasserabweisend erst durch Altern
22.03.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen