Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues EU-Projekt bringt Europas Magnetforscher zusammen

28.02.2011
Am morgigen Dienstag findet das Kick-Off-Meeting zum EU-geförderten Projekt „EMFL – European Magnetic Field Laboratory“ in Nijmegen, Niederlande statt.

Das Hochfeld-Magnetlabor Dresden im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) nimmt daran mit Wissenschaftlern, aber auch mit Mitarbeitern aus den Bereichen Recht, Finanzen, Personal und Kommunikation teil, denn es geht darum, die Zusammenarbeit der vier führenden Magnetlabore zur Erzeugung höchster Magnetfelder in Europa zu intensivieren.

Das Hochfeld-Magnetlabor Dresden gehört neben dem Hochfeldlabor der Radboud Universität Nijmegen in den Niederlanden und den auf die beiden französischen Standorte Grenoble und Toulouse verteilten Pendants zu den vier wichtigsten und größten Laboren dieser Art in Europa. Diese vier Labore arbeiten bereits jetzt eng zusammen, wenn es darum geht, für externe Nutzer aus der Forschung höchste Magnetfelder zur Verfügung zu stellen. Ziel des mit einer Fördersumme von vier Millionen Euro ausgestatteten EU-Projekts ist es, den Bekanntheitsgrad der vier führenden Labore weltweit zu erhöhen und somit neue Nutzer zu erreichen. Zugleich geht es um Fragen der Harmonisierung auch auf nicht-wissenschaftlichen Gebieten, also beispielsweise, was Verwaltung und Infrastruktur anbelangt.

Eine medien- und öffentlichkeitswirksame Umsetzung des Vorhabens soll Europa als exzellenten Forschungs- und Wissenschaftsstandort im Bereich der hohen Magnetfelder herausstellen und neue Nutzer begeistern.

Das EU-Projekt EMFL ist auf drei Jahre angelegt und steht auf der ESFRI-Liste, dem „European Strategy Forum on Research Infrastructures“, auf der Europas wichtigste Forschungsprojekte der Zukunft stehen. Prof. Joachim Wosnitza, Direktor des Hochfeld-Magnetlabors Dresden, ist stolz, dass es den drei europäischen Hochfeld-Laboratorien gelungen ist, einen Platz auf dieser strategisch wichtigen Liste zu erhalten. Er sagt: „In der internationalen Forschungslandschaft sind wir schon heute sehr gut vernetzt. Das neue EMFL-Projekt geht nun einen Schritt weiter und bezieht auch strukturelle und verwaltungstechnische Aspekte mit ein, was ihm eine besondere forschungspolitische Bedeutung gibt.“

Pressekontakt
Dr. Christine Bohnet
Presseprecherin
Tel. +49 351 260-2450
+49 160 969 288 56
c.bohnet@hzdr.de
Weitere Informationen
Prof. Joachim Wosnitza
Hochfeld-Magnetlabor Dresden
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Tel. +49 351 260-3524
j.wosnitza@hzdr.de
Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat das Ziel, langfristig ausgerichtete Spitzenforschung auf den gesellschaftlich relevanten Gebieten Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Energie und Gesundheit zu leisten. In strategischen Kooperationen mit Partnern aus Forschung und Industrie werden deshalb neue, für die moderne Industriegesellschaft drängende Themenfelder zu folgenden Fragestellungen bearbeitet:
• Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?
• Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
• Wie schützt man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken?
Zur Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragen werden sechs Großgeräte mit teils einmaligen Experimentiermöglichkeiten eingesetzt, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.

Das HZDR ist seit 1.1.2011 Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Es hat drei Standorte in Dresden, Leipzig und Grenoble, beschäftigt rund 800 Mitarbeiter – davon 370 Wissenschaftler inklusive 120 Doktoranden – und verfügt über eine Grundfinanzierung von rund 85 Mio. Euro (2011).

Dr. Christine Bohnet | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.hzdr.de
http://www.emfl.eu

Weitere Berichte zu: HZDR Hochfeld-Magnetlabor Magnetfeld Magnetforscher Materie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Flashmob der Moleküle
19.01.2017 | Technische Universität Wien

nachricht Verkehrsstau im Nichts
19.01.2017 | Universität Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise