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NASA testet Gelände-Roboter für Planetenforschung

06.02.2009
Leichtgewichtiger Prototyp "Axel" kann sich vertikal abseilen

Das NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) hat in Zusammenarbeit mit dem California Institute of Technology (Caltech) einen vielseitigen, leichtgewichtigen Roboter entwickelt, der sich über Klippen abseilen, steiles und felsiges Gelände bewältigen und tiefe Krater erforschen kann.


Der Axel-Prototyp beim Feldtest (Foto: NASA/JPL)

Der nun getestete Prototyp "Axel" könnte damit die zukünftige robotische Erforschung des Mars vorantreiben. "Axel erlaubt die Erkundung von bisher unzugänglichem Gelände, wie beispielsweise tiefe Krater mit vertikal abfallenden Vorsprüngen", betont Axel-Projektleiter Issa A.D. Nesnas vom JPL.

Einen Grund dafür, warum der Roboter für die Erforschung des Mondes oder anderer Planeten gut geeignet wäre, sieht Nesnas im relativ geringen Gewicht. Dadurch könnte eine Erkundungsmission mehrere Axel-Rover mitführen. "Das würde uns die Möglichkeit bieten, bei der Geländeerkundung aggressiver vorzugehen und das Risiko insgesamt dennoch überschaubar zu halten", erklärt der Ingenieur. Axel setzt auf einen zylindrischen Körper mit zwei Rädern, wobei verschiedene Bestückungen etwa mit großen, faltbaren oder auch aufblasbaren Rädern möglich sind. Der Roboter ist mit drahtloser Kommunikationsausrüstung und einem Trägheitssensor ausgerüstet, um autonom agieren zu können. Er bleibt auch verkehrt herum einsatzfähig.

Axel nutzt insgesamt drei Motoren, davon je einen für jedes der beiden Räder. Der dritte kontrolliert einen Hebel, mit dem dank einem Schaufelelement Bodenproben aufgenommen werden können. Auch die Kameras des Roboters, die sich um 360 Grad drehen können, werden über den Hebel gesteuert. Außerdem verfügt Axel über eine Leine, die an einem Landefahrzeug, größeren Rover oder anderem Ankerpunkt befestigt werden kann. Damit kann sich der Roboter entsprechend abseilen. Die am Projekt beteiligten kalifornischen Studenten haben laut Nesnas signifikant zu diesem Design beigetragen und auch eine wichtige Rolle bei Feldversuchen gespielt. "Die Zusammenarbeit mit dem Caltech war der Schlüssel zum Erfolg dieses Projekts", betont der NASA-Ingenieur.

Axel könnte nicht nur in der Erforschung anderer Planeten zum Einsatz kommen. Das NASA JPL nennt beispielsweise Such- und Rettungsmissionen als mögliches Anwendungsgebiet auf der Erde. Für beide Aufgabenarten sind Roboter mit hoher Beweglichkeit auch in schwierigem Gelände von großem Interesse und daher nicht nur bei der NASA ein wichtiges Forschungsgebiet. Ein aktuelles Beispiel ist etwa der britische "Jollbot", der Hindernisse als hüpfende Kugel zu bewältigen sucht (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081206007).

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.jpl.nasa.gov
http://www.caltech.edu

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