Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NASA entdeckt riesiges Wasserreservoir im Weltall

25.07.2011
Volumen entspricht 140-billionenfach dem Wert des Meereswassers

In zwölf Mrd. Lichtjahren Entfernung haben Astronomen der NASA ein riesiges Wasserreservoir entdeckt. Dampfförmig umringt es einen Quasar.


Quasar: Riesiges Wasserreservoir entdeckt (Foto: NASA/ESA)

Dieses sternähnliche Objekt ist ein schwarzes Loch und Kern einer aktiven Galaxie. Wie die Wissenschaftler bekannt gegeben haben, handelt es sich dabei um den frühesten und größten Nachweis von Wasser im Universum. Die Menge entspricht dem 140-Billionen-Fachen des Meereswasser auf der Erde.

"Viel interessanter ist die Entfernung in der man Wasserdampf nachweisen konnte. Die Menge an Wasser ist keine so herausragende Entdeckung. Hätte man soviel Wasser am Mars gefunden, wäre das eine Sensation", erklärt Wolfgang Baumjohann, Leiter der Abteilung für Experimentelle Astrophysik des Instituts für Weltraumforschung (IWF), im Gespräch mit pressetext.

Äußerste Grenze

Aufgrund der großen Entfernung ist es den NASA-Wissenschaftlern gelungen, eine Galaxie in einem sehr jungen Stadium zu betrachten - mit dem Quasar APM 08279+5255 befinden sich die Forscher 1,6 Mrd. Jahre nach dem Urknall. "Hier sind wir uns an der äußersten Grenze, die gerade noch wahrnehmbar ist", so Baumjohann. "Dass es hier bereits Wasser gab, ist theoretisch bekannt. Nun konnte es das erste Mal gemessen werden, die Theorie wurde damit bestätigt", so der Experte.

Die Entdeckung könnte ebenfalls Aufschluss über unterschiedliche Lebenszyklen von Galaxien liefern. "Nachdem nun Wasser bereits gemessen werden konnte, könnte man weiterforschen, welche Gase sich noch in Umgebung dieses sehr aktiven Kerns befinden." Bei einem ähnlichen Aufbau, unterscheidet sich der entdeckte Quasar vor allem in seinen Dimensionen. APM 08279+5255 hat die 20-milliardenfache Masse der Sonne und strahlt tausend Billionen Mal so viel Energie ab. Aufgrund dieser Aktivität konnte der Kern auch gemessen werden, "Sterne sind auf diese Entfernung nicht mehr sichtbar", erläutert Baumjohann.

Wolfgang Drucker | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.iwf.oeaw.ac.at

Weitere Berichte zu: Entfernung Galaxie Meereswasser NASA QUASAR Wasserreservoir Weltall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Kleinste Teilchen aus fernen Galaxien!
22.09.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Tanzende Elektronen verlieren das Rennen
22.09.2017 | Universität Bielefeld

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie