Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Licht verstehen mit LEGO®: Physiker der Uni Osnabrück stellen Experimente mit Bausteinen nach

19.08.2014

Wie lassen sich komplexe physikalische Experimente im Bereich der Optik und Photonik mit simplen Mitteln nachbauen? Und zwar so, dass Jugendliche Interesse für die spannende Welt der Physik entwickeln?

Ganz einfach: mit LEGO®-Bausteinen und einigen zusätzlichen Geräten. Prof. Dr. Mirco Imlau, Physiker an der Universität Osnabrück, hatte vor einiger Zeit diese Idee. Und das Interesse von Schülerinnen und Schülern an dieser Aktion wächst.

Imlau konnte seinerzeit die Studierenden Stefan Klompmaker und Felix Lager für diese Idee begeistern. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit haben die beiden mit LEGO®-Steinen ein Michelson-Interferometer gebaut.

Mit diesem Gerät lassen sich Interferenz und Kohärenz von Licht studieren, aber auch dessen Wellenlänge bestimmen. Das nächste Experiment, an dem die beiden Nachwuchswissenschaftler gerade tüfteln, betrifft die optische Pinzette, mit der Nanopartikel in einem fokussiertem Lichtstrahl gefangen und bewegt werden können.

Deutlich wird hier der didaktische Ansatz. Denn gerade Schülerinnen und Schüler sind oftmals begeisterte LEGO®-Bastler. Ihnen mithilfe der bunten Steinchen Grundsätze der Optik und Photonik nahezubringen, sei das Ziel des Projektes, so Prof. Imlau.

Das Besondere daran ist, dass die Modelle von Schülerinnen und Schülern jeweils getestet werden und ihr Feedback direkt in die weitere Arbeit einfließt.

Die Experimente wurden bereits von zahlreichen Schülerinnen und Schülern erfolgreich durchgeführt, so auf dem vergangenen Hochschulinformationstag oder der Maker Faire 2014 in Hannover.

Mittels LEGO®-Bausteinen lassen sich vielfältige Experimente zu Hause oder in der Schule realisieren – und dies zudem noch kostengünstig. Die Baupläne im LEGO®-Design und Video-Anleitungen gibt es frei auf der Webseite der Forschungsgruppe: http://www.imlau.physik.uos.de oder unter http://www.myphotonics.eu

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Mirco Imlau, Universität Osnabrück
Fachbereich Physik, Forschungsgruppe Ultrakurzzeitphysik
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 969 2654
E-Mail: mirco.imlau@uni-osnabrueck.de

Weitere Informationen:

http://www.myphotonics.eu
http://www.imlau.physik.uos.de

Dr. Oliver Schmidt | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Bausteinen Grundsätze Interferenz Kohärenz LEGO® Licht Optik Photonik Physiker Wellenlänge

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Optische Technologien für schnellere Computer / „Licht“ mit Wespentaille
16.08.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Sternenstaub reist häufiger in Meteoriten mit als gedacht
15.08.2017 | Max-Planck-Institut für Chemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie