Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jülicher Teilchenphysiker bauen Speicherring für FAIR

24.05.2011
Forschungszentrum erhält Zuwendungsbescheid

- Jülich erhält rund 65 Millionen Euro für seine Beteiligung am internationalen Projekt FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research). Die Jülicher Wissenschaftler werden mit diesen Fördergeldern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den Bau des Hochenergie-Speicherrings HESR übernehmen und sich damit als ein wesentlicher Partner an der Forschung mit Antiprotonen an dem Großprojekt beteiligen.

"Wir freuen uns, dass das Forschungszentrum Jülich einen maßgeblichen Anteil an diesem weltweit einzigartigen wissenschaftlichen Projekt hat, das grundlegende Antworten zur Entstehung und zum Aufbau der Materie geben wird", erklärte Dr. Beatrix Vierkorn-Rudolph vom BMBF. "Dies ist der offizielle Startschuss für die Beteiligung Jülichs bei FAIR und ein wichtiges Signal für die Jülicher Wissenschaft sowie eine Bestätigung unserer Strategie in der Beschleuniger- und Hadronenphysik", freute sich der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Prof. Achim Bachem. "Nach rund zehn Jahren Vorbereitungsarbeiten können wir nun an die konkrete Umsetzung gehen. Wir freuen uns darüber, dieses physikalische Großprojekt mit unseren nationalen und internationalen Partnern beginnen zu können", sagte Prof. Sebastian M. Schmidt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums.

Teilchenphysiker aus aller Welt gründeten im Oktober letzten Jahres die internationale Gesellschaft FAIR in Darmstadt. FAIR wird voraussichtlich ab 2018 hochenergetische schwere Ionen und Antiprotonen für die Grundlagenforschung zur Verfügung stellen, die Anlage wird Forschern in der ganzen Welt offenstehen.

... mehr zu:
»HESR »Ionen »Materie »Speicherring

Der 575 Meter lange Beschleunigerring HESR wird Antiprotonen mit einer Energie von bis zu 15 GeV speichern und für die weltweit präzisesten Experimente bereitstellen. Mit Experimenten am HESR werden elementare Bausteine der Materie untersucht, die Quarks und Gluonen. Ihre Wechselwirkungen bestimmen viele Prozesse, von Aufbau und Masse der Protonen über die Frühphase des Universums bis hin zu kosmischen Prozessen in Supernovae und Quasaren. Aus der fortschrittlichen Technologie, die zum Betrieb von Teilchenbeschleunigern notwendig ist, können aber auch alltagsrelevante Anwendungen entstehen. Einige Beispiele aus den vergangenen Jahren sind medizinische Geräte mit CCD-Sensor, Krebstherapien mittels Teilchenstrahlen und Methoden für nanostrukturierte Werkstoffe.

Das Forschungszentrum Jülich als Teil der Helmholtz Gemeinschaft und als Forschungszentrum für Schlüsseltechnologien entwickelt neben eigenen Großgeräten mit nationalen und internationalen Partnern wissenschaftliche Infrastrukturen weltweit und stellt sie Nutzern zur Verfügung.

Weitere Informationen:
Informationen zur Jülicher Teilchenphysik und HESR:
http://www2.fz-juelich.de/ikp//de/accelerators.shtml
Informationen zu FAIR:
http://www.gsi.de/portrait/fair.html
Pressekontakt:
Annette Stettien
Tel.: 02461/61-2388
a.stettien@fz-juelich.de

Annette Stettien | Forschungszentrum Juelich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Berichte zu: HESR Ionen Materie Speicherring

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit
26.06.2017 | Universität Bremen

nachricht NAWI Graz-Forschende vermessen Lichtfelder erstmals in 3D
26.06.2017 | Technische Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie