Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IMIPAS bleibt an Bord

06.03.2009
Die Weltraumbehörde ESA hat die Kandidaten für künftige Satelliten-Missionen bekannt gegeben. Drei Missionen wurden ausgewählt und haben nun gute Chancen, von der ESA realisiert zu werden. Mit dabei ist eine Weiterentwicklung des Experiments MIPAS des Karlsruher Instituts für Technologie, das durch Aufnahme von Infrarot-Spektren die Zusammensetzung der Atmosphäre messen kann.

In der Nachfolge des erfolgreichen Umweltsatelliten Envisat plant die Europäische Weltraumbehörde ESA (European Space Agency) eine Reihe von neuen Satelliten-Missionen, um spezifische Aspekte des Planeten Erde detailliert zu untersuchen.

Einige dieser Missionen ("Earth Explorer Core Missions") sind schon im Bau. Weitere sollen auf der Basis eines Ausschreibungsverfahrens, das im Jahr 2005 gestartet wurde, folgen.

Von den 24 damals eingereichten Vorschlägen wurden von einer Gutachterkommission zunächst die sechs aussichtsreichsten ausgewählt. Für jedes dieser sechs Experimente wurde eine geeignete Gruppe von Wissenschaftlern zusammengestellt, die in den vergangenen Jahren eine weiterführende Studie angefertigt haben. Parallel wurden Industriefirmen beauftragt, ein technisches Konzept für diese Satelliten-Missionen zu entwickeln.

In einem weiteren Auswahlverfahren Anfang 2009 wurden nun drei Missionen ausgewählt, die bezüglich der wissenschaftlichen Zielsetzung und der technischen Machbarkeit den hochgesteckten Zielen genügen. Für diese Experimente werden nun ausführliche Machbarkeitsstudien ("Feasibility Studies") bis Herbst 2010 durchgeführt.

Mit dabei in der letzten Runde ist die Mission PREMIER, an deren Studie Professor Herbert Fischer vom Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) und Professor Martin Riese vom Forschungszentrum Jülich (FZJ) federführend beteiligt waren. Hauptinstrument von PREMIER ist IMIPAS, welches eine Weiterentwicklung des Experiments MIPAS des Karlsruher Instituts für Technologie darstellt. Das Forschungszentrum Jülich bringt seine Expertise im Bereich der räumlich hoch aufgelösten Fernerkundung ein, die auf dem CRISTA Experiment der Universität Wuppertal beruht.

"Das neue Instrument ist in der Lage, klima- und umweltrelevante Gase im empfindlichen Höhenbereich zwischen 5 und 25 Kilometern - das ist die obere Troposphäre und untere Stratosphäre - zeitgleich und mit bisher nicht möglichem Detail zu messen", erläutert Professor Herbert Fischer, Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung des KIT, der MIPAS ursprünglich entwickelt hat. "Mit dieser Mission könnten wir eine Reihe von offenen Fragen der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre und deren Veränderung beantworten".

Hauptziele der PREMIER-Mission sind die Klimaforschung und die Untersuchung der Luftqualität. Im Vordergrund stehen die Zusammenhänge zwischen Wasserdampf in der Atmosphäre und Treibhauseffekt sowie die Vertikaltransporte von Abgasfahnen und Biomassebränden. Dabei spielt die hohe räumlich dreidimensionale Auflösung des neuen Messsystems eine entscheidende Rolle.

Ein Prototyp des neuen Satelliteninstruments wird in Zusammenarbeit zwischen KIT und FZJ entwickelt und soll als Flugzeugexperiment bereits im nächsten Jahr auf dem Forschungsflugzeug HALO eingesetzt werden. Das Forschungszentrum Jülich ist wie das Forschungszentrum Karlsruhe Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das Wissensdreieck Forschung - Lehre - Innovation.

Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches Energieforschungszentrum und spielt in den Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein führender Innovationspartner für die Wirtschaft.

Kontakt:
Inge Arnold
Presse, Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 7247 82-2861
Fax: +49 7247 82-5080
E-Mail: info@pkm.fzk.de
Quelle: Karlsruher Institut für Technologie

| KIT
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Ein neues Experiment zum Verständnis der Dunklen Materie
14.06.2018 | Max-Planck-Institut für Radioastronomie

nachricht Quanten-Übertragung auf Knopfdruck
14.06.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

Meteoriteneinschläge und Spektralfarben: HITS bei Explore Science 2018

11.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

EMAG auf der AMB: Hochproduktive Lösungen für die vernetzte Automotive-Produktion

15.06.2018 | Messenachrichten

AchemAsia 2019 in Shanghai

15.06.2018 | Messenachrichten

Dem Fettfinger zu Leibe rücken: Neuer Nanolack soll Antifingerprint-Oberflächen schaffen

15.06.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics