Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höher, schneller, Spitzenforschung: Inbetriebnahme des neuen Faserziehturms am IPHT

04.12.2009
Heute nahm das Institut für Photonische Technologien Jena (IPHT), in Anwesenheit von Minister Christoph Matschie, seinen neuen Faserziehturm offiziell in Betrieb. Die Anlage erweitert wesentlich die technologischen Möglichkeiten zur Herstellung und Untersuchung moderner Spezialfasern am IPHT. Sie gilt als eine der modernsten ihrer Art in ganz Europa.

Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, würdigte in seinem Grußwort die Rolle des IPHT als Forschungspartner für die Industrie. "Wir brauchen die enge Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und das ist hier ausgesprochen gut gelungen", so Matschie.

Der von der Thüringer Landesregierung, dem Bundesforschungsministerium und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung mit insgesamt rund 2.1 Millionen Euro geförderte, 14m hohe Bau ist mit modernster Faserziehtechnik ausgestattet. Die Faserziehanlage stammt von der Thüringer Firma FiberCore Machinery. Die Anlage schafft entscheidende technische Voraussetzungen für zukünftige Faserentwicklungen. Damit wird ein hoher Stand der Technologie für die Zukunft gesichert und die Position des IPHT als attraktiver Forschungspartner gestärkt.

"Mit dem neuen Ziehturm können wir zukünftig am IPHT noch gezielter und effektiver die Technologie des Faserziehens erforschen und weiterentwickeln. Damit kann sich das IPHT als leistungsstarkes Photonik-Institut etablieren und den Forschungs- und Industriestandort Jena bzw. Thüringen nachhaltig stärken", betont Institutsdirektor Prof. Jürgen Popp in seinem Grußwort.

Fasern können nun aus Glasrohren (den sogenannten Preformen) mit einer Dicke von 48 mm und mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Meter pro Minute gezogen werden. Darüber hinaus erlaubt die Verarbeitung größerer Faserdurchmesser die Herstellung kleinerer und komplexerer Faserstrukturen. Verbesserte online Mess- und Regeltechnik erhöhen die Faserqualität. Weitere Vorteile ergeben sich aus den Möglichkeiten zu Mehrfach- und Druckbeschichtungen.

Optische Fasern sind in Bereichen der modernen Informationsübertragung, als Sensorelement oder auch als Lichtquelle nicht mehr wegzudenken. Die sehr dünnen Glasfasern mit einem Kern von oft nur wenigen tausendstel Millimetern, leiten Licht sehr kontrolliert. Dabei spielt die innere Struktur der Faser für ihre funktionellen Eigenschaften eine große Rolle. Wird diese gezielt verändert kann zum Beispiel Licht viel effizienter in die Faser eingekoppelt, höhere optische Leistungen übertragen oder empfindlichere spektrale Fasersensoren entwickelt werden.

Licht steht im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten am IPHT. Die Faserziehtechnologie und Faseroptik sind zwei der Forschungsschwerpunkte. Wissenschaftler arbeiten mit zahlreichen weiteren Arbeitsgruppen des Instituts zusammen. Das gewonnene Wissen und die selber hergestellten Fasern werden verwendet um Anwendungen in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Verkehr, Umwelt und Energie zu entwickeln. Die Verknüpfung der verschiedenen Forschungsschwerpunkte ermöglicht Forschung von den Grundlagen bis zum einsatzfähigen Gerät, dem Kredo "From Ideas to Instruments" entsprechend.

Ihre Ansprechpartner:
Prof. Dr.
Jürgen Popp
Wissenschaftlicher Direktor des IPHT
Telefon +49 (0) 3641 206-300
Telefax +49 (0) 3641 206-399
juergen.popp@ipht-jena.de
Prof. Dr.
Hartmut Bartelt
Forschungsabteilungsleiter Faseroptik
Telefon +49 (0) 3641 206-200
Telefax +49 (0) 3641 206-299
hartmut.bartelt@ipht-jena.de

Manuela Meuters | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipht-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Reisetauglicher Laser
22.01.2018 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

nachricht Magnetische Kontrolle per Handzeichen: Team entwickelt elektronische „Haut“ für virtuelle Realität
22.01.2018 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics