Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz bringt Technologien für neuartige Beschleuniger voran

20.12.2011
Teilchenbeschleuniger werden zunehmend auch in der Medizin, den Lebenswissenschaften und der Materialforschung eingesetzt.

Entwicklung und Bau neuartiger Komponenten für Beschleuniger sind damit zu einer übergreifenden Aufgabe geworden, die die Helmholtz-Gemeinschaft nun verstärkt fördert: Im Portfoliothema „Accelerator Research and Development“ (ARD) arbeiten sechs Helmholtz-Zentren, zwei Helmholtz-Institute, elf Universitäten, zwei Max-Planck-Institute und das Max-Born-Institut eng zusammen. Zwischen 2011 und 2014 werden dafür 16,7 Mio. Euro aufgebracht. Im Anschluss soll die Beschleunigerinitiative im Rahmen der programmorientierten Förderung verstetigt werden.

In der Helmholtz-Gemeinschaft haben die Zentren DESY, GSI, KIT, das Forschungszentrum Jülich, das Helmholtz-Zentrum Berlin und das Helmholtz-Zentrum in Dresden-Rossendorf mit Teilchenbeschleunigern Durchbrüche in der Kern- und Teilchenphysik sowie der Forschung mit Photonen erreicht. Diese Zentren leisten herausragende Forschung an selbst entwickelten Beschleunigern und Beiträge zur Weiterentwicklung von Beschleunigertechnologien.

Beschleunigeranlagen werden heute zunehmend in der Wirkstoffforschung, den Bio- und Nanowissenschaften oder der Materialforschung eingesetzt und für spezielle Anwendungen entwickelt: seit 2009 können Tumor-Patienten von der Ionentherapie an einem maßgeschneiderten Teilchenbeschleuniger profitieren, und die Nutzung von Laser-artiger UV-Strahlung aus Teilchenbeschleunigern für die Herstellung zukünftiger Generationen von Computerchips ist in der Diskussion.

„In den letzten Jahren sind Beschleunigertechnologien zu einer Schlüsseltechnologie geworden, die rasch vorangebracht werden muss. Daher bündeln wir die Kompetenzen und bauen die Vernetzung zwischen den deutschen Forschungseinrichtungen weiter aus“, sagt Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Das Portfoliothema „Accelerator Research and Development“ (ARD) kann aus einem Teil des Aufwuchses finanziert werden, den die Bundesregierung den außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Pakt für Forschung und Innovation zur Verfügung stellt.

Mit dem Portfoliothema ARD entsteht eine Plattform, die die vielfältigen Kompetenzen deutscher Forschungseinrichtungen miteinander vernetzt und Synergien ermöglicht. Diese Plattform soll als Anknüpfungspunkt für internationale Kooperationen wirken und den deutschen Beitrag zur Weiterentwicklung von Beschleunigertechnologien international sichtbar machen. Zu den Themen zählen supraleitende Beschleunigertechnologien, neuartige Teilchenquellen, Elektron-Photon-Wechselwirkung und ultrakurze Teilchenpakete sowie neuartige Konzepte für Kreisbeschleuniger und Beschleuniger mit ultrahohen Gradienten. Eine wichtige Aufgabe ist darüber hinaus die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern.

Helmholtz-Zentren: Koordinierender Sprecher Dr. Reinhard Brinkmann DESY
Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf HZDR
Forschungszentrum Jülich
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Karlsruher Institut für Technologie KIT
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie HZB
Weitere Partner:
Helmholtz-Institut Jena
Helmholtz-Institut Mainz
Humboldt-Universität Berlin
Universität Bonn
TU Darmstadt
TU Dortmund
Universität Düsseldorf
Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt
Universität Hamburg
Universität Mainz
LMU München
Universität Rostock
Universität Wuppertal
MPI Quantenoptik, Garching
MPI Physik, München
Max Born Institut, Berlin
Ansprechpartner für die Medien:
Thomas Gazlig
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel./Fax: 030 206 329-57/60
presse@helmholtz.de
Dr. Antonia Rötger
Pressereferentin
Tel.: 030 206 329-38
antonia.roetger@helmholtz.de
Zum Hintergrund: Der Portfolioprozess in der Helmholtz-Gemeinschaft
Die Bundesregierung hat den Forschungsorganisationen im Pakt für Forschung und Innovation einen jährli-chen Aufwuchs zugestanden, um Zukunftsthemen aufzugreifen, den Nachwuchs zu fördern und das Wis-senschaftssystem in Deutschland noch leistungsfähiger zu machen. Aus einem Teil dieses Aufwuchses fördert die Helmholtz-Gemeinschaft nun eine Reihe von Portfolio-Themen, die Expertinnen und Experten aus allen Helmholtz-Zentren in einem groß angelegten Prozess als besonders zukunftsträchtig identifiziert hatten. Von dieser Förderung sollen auch die universitären Forschungspartner profitieren. Ab der nächsten Förderperiode werden die Portfolio-Themen als Teil der Forschungsprogramme weitergeführt.

Ramona Alborn | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de/forschung/portfolioprozess/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Turbulente Bewegungen in der Atmosphäre eines fernen Sterns
23.08.2017 | Max-Planck-Institut für Radioastronomie

nachricht Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall
22.08.2017 | Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

6. Leichtbau-Tagung: Großserienfähiger Leichtbau im Automobil

23.08.2017 | Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Turbulente Bewegungen in der Atmosphäre eines fernen Sterns

23.08.2017 | Physik Astronomie

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Mit Algen Arthritis behandeln

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie