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Grundsteinlegung des Teilchenbeschleunigers SuperKEKB in Japan am 8. April 2011

19.01.2011
Am 8. April 2011 wird auf dem Gelände des KEK-Laboratoriums in Tsukuba (Japan) der Grundstein für den SuperKEKB-Beschleuniger gelegt. Der neue Beschleuniger und der Großdetektor Belle II, die im Jahr 2014 den Betrieb aufnehmen werden, stellen einen Meilenstein in der Erforschung und Erklärung des rätselhaften Materieüberschusses („CP-Verletzung“) im Universum dar, dem wir letztlich unsere Existenz verdanken.

Die Belle II-Kollaboration, der sieben deutsche Universitäten (Bonn, Gießen, Göttingen, Heidelberg, Karlsruhe, LMU und TU München), das Max-Planck-Institut für Physik und der Exzellenzcluster „Universe“ angehören, lädt hierzu am 8. April 2011 zu einer zentralen Presseveranstaltung in Tsukuba (Japan) ein. Alternativ bieten wir Ihnen die Möglichkeit, zeitnah nach der Grundsteinlegung Interviews mit Wissenschaftlern in Deutschland zu führen.

Die Grundsteinlegung findet auf dem Gelände des KEK-Laboratoriums in Tsukuba (Japan) statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Sie vor Ort von unseren Wissenschaftlern aus den deutschen Instituten durch das KEK-Labor, den aktuellen KEK-Beschleuniger und das Belle-Experiment geführt. Außerdem laden wir Sie ein, an der internationalen Pressekonferenz am KEK sowie an wissenschaftlichen Vorträgen teilzunehmen. Unsere Experten, die an der Entwicklung des neuen Belle II-Experiments am SuperKEKB-Beschleuniger mitwirken und die in den kommenden Jahren dort forschen, beantworten Ihnen die Fragen rund um den Beschleuniger und das Experiment.

Die deutschen Gruppen entwickeln und bauen zusammen mit europäischen Partnern einen neuartigen Silizium-Pixel-Vertexdetektor für Belle II. Mit diesem modernsten Instrument seiner Art lassen sich die Kollisionsprodukte aus dem Zusammenstoß von Elektronen und Positronen in bis dato unerreichter Auflösung untersuchen. Die bisherigen Experimente, vor allem das Belle-Experiment am KEKB-Beschleuniger und das BaBar-Experiment am SLAC(Kalifornien), die bis vor kurzem liefen, bereiteten die experimentelle Grund-lage des Nobelpreises 2008 an die japanischen Forscher M. Kobayashi und T. Maskawa für die Erklärung der CP-Verletzung im Rahmen des so genannten Standardmodells der Teilchenphysik. Die mit den beiden Experimenten Belle und BaBar gefundene Asymmetrie bei Zerfällen von „schweren“ Mesonen und deren Antiteilchen wird durch das Standardmodell quantitativ zwar sehr gut beschrieben, sie reicht aber bei weitem nicht aus, um dem Materieüberschuss in der Entwicklung des Universums seit dem Urknall zu erklären.

Der neue SuperKEKB-Beschleuniger und der entsprechend verbesserte Teilchendetektor, Belle II, werden die Präzision der Messungen dramatisch erhöhen und somit ein neues Fenster für die „Physik jenseits des Standardmodells der Teilchenphysik“ eröffnen.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.mpp.mpg.de/forschung/experimental/belle/index.html

http://www.kek.jp

Die Belle II-Kollaboration würde sich sehr freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Wir bitten Sie, das beiliegende Anmeldeformular bis zum 25.02.2011 per Fax zurückzuschicken.

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Kontakt:

Silke Zollinger
Referentin für Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Physik
silke.zollinger@mpp.mpg.de
Telefon 089/32354292
Fax 089/3226704
Barbara Wankerl
PR Manager
Excellence Cluster Universe
Technische Universität München
barbara.wankerl@universe-cluster.de
Tel: 089/35831-7105
Fax 089/32994002

Barbara Wankerl | idw
Weitere Informationen:
http://www.universe-cluster.de
http://www.mpp.mpg.de

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