Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Graphen verspricht billige Nachtsichtgeräte

10.09.2014

Neuer Sensor funktioniert über sehr breiten Spektralbereich

Ein Forscherteam hat einen Lichtsensor aus dem atomdünnen Kohlenstoffmaterial Graphen entwickelt, der sehr breites Anwendungspotenzial hat. Denn er funktioniert für Licht eines gewaltigen Spektralbereichs.


Nachtsichtgerät: fällt in Zukunft wohl kompakter aus

(Foto: Robert, flickr.com)

"Wir haben Lichtdetektion für Frequenzen von Terahertz bis zum nahen Infrarot nachgewiesen, ein etwa hundertmal größerer Bereich als das sichtbare Spektrum", erklärt Michael Fuhrer, Physikprofessor an der Monash University http://monash.edu.au . Das Gerät könnte billige Nachtsichtgeräte ebenso ermöglichen wie neue Sicherheitssysteme für Flughäfen.

Der neue Sensor deckt das IR-Spektrum komplett ab, womit er sich für Infrarotkameras und Nachtsichtgeräte anbietet. Denn er ermöglicht den Forschern eine vergleichsweise einfache Herstellung, was letztlich günstige Geräte in Aussicht stellt.

Eigentlich noch größeres Potenzial ortet das Team aber im Terahertz-Bereich. Dieser ist für Sicherheitssysteme wie die umstrittenen "Nacktscanner" auf Flughäfen interessant, da Sensoren unter Kleidung oder auch hinter Wänden versteckte Objekte aufspüren können. Die Neuentwicklung soll hier durch einfache Nutzbarkeit punkten.

Schnell bei Raumtemperatur

Die Forscher betonen in "Nature Nanotechnology", dass der Nachweis von Terahertz-Strahlung bei Raumtemperatur relativ schwer ist. Fuhrer zufolge erfordern bisherige Lösungen entweder Kühlung, oder aber sie fallen sperrig und eher langsam aus.

Der neue Graphen-Detektor sei so genau wie existierende Lösungen, die bei Raumtemperatur funktionieren, aber über eine Mio. Mal schneller. "Diese Kombination aus Empfindlichkeit und Geschwindigkeit für Terahertz-Detektion ist einfach noch nie dagewesen", gibt sich der Physiker überzeugt.

Das Team, dem auch Forscher der University of Maryland und des US Naval Research Laboratory http://nrl.navy.mil angehören, ist aber nicht das einzige, das auf Graphen für Lichtdetektoren mit breiter Spektralabdeckung setzt.

So haben im März Forscher einen Sensor vorgestellt, der dank Graphen vom sichtbaren Licht bis ins mittlere Infrarot funktioniert (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20140324011 ). Hier waren speziell Nachtsicht-Lösungen ein potenzielles Anwendungsgebiet.

Thomas Pichler | pressetext.redaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Die Sonne: Motor des Erdklimas
23.08.2017 | Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft, München

nachricht Entfesselte Magnetkraft
23.08.2017 | Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft, München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie