Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fünf Millionen für die Erforschung komplexer Plasmen bewilligt

27.05.2009
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Fortsetzung des Sonderforschungsbereichs Transregio 24 Grundlagen komplexer Plasmen für weitere vier Jahre bewilligt.

Die Projektlaufzeit verlängert sich damit von Juli 2009 bis Juni 2013. Die DFG folgte damit den Empfehlungen einer international besetzten Gruppe von renommierten Plasmaphysikern, die den Sonderforschungsbereich im Februar 2009 im Institut für Physik der Universität Greifswald begutachtete. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern in Greifswald und Kiel umgesetzt.

Komplexe Plasmen sind nichtthermische Multikomponentenplasmen, die sowohl kleine geladene Partikel mit einem Durchmesser von wenigen Nanometern bis in den Mikrometerbereich als auch negative Ionen und chemisch reaktive Atome und Moleküle enthalten. Die Wissenschaftler interessieren sich in ihrem Projekt für Dynamik und Ordnungsphänomene von Partikeln in Plasmen, reaktive Prozesse, Plasmagrenzschichten und Prozesse an der Phasengrenze zum Festkörper.

Komplexe Plasmen werden sowohl im Experiment, als auch in Simulationen und theoretischer Betrachtung untersucht. Der Sonderforschungsbereich gehört zur Grundlagenforschung. Mit den Erkenntnissen können später gezielt neue Anwendungsgebiete von Plasmatechnologien erschlossen werden. Mögliche Beispiele sind plasmachemische Mikroreaktoren, die Synthese neuer Materialien und Oberflächenveredelung.

Der Sonderforschungsbereich mit dem Sprecher Professor Dr. Jürgen Meichsner vom Institut für Physik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Sprecherhochschule) wird zusammen mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. Greifswald sowie dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Teilinstitut Greifswald, seit 2005 bearbeitet.

Ansprechpartner für Rückfragen
Prof. Dr. Jürgen Meichsner
Institut für Physik, Universität Greifswald
Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald
Telefon 03834 86-4740/-4700
Telefax 03834 86-4701
meichsner@physik.uni-greifswald.de

Jan Meßerschmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-greifswald.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Der überraschend schnelle Fall des Felix Baumgartner
14.12.2017 | Technische Universität München

nachricht Eine blühende Sternentstehungsregion
14.12.2017 | ESO Science Outreach Network - Haus der Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

15.12.2017 | Medizin Gesundheit

Moos verdoppelte mehrmals sein Genom

15.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neues Epidemie-Management-System bekämpft Affenpocken-Ausbruch in Nigeria

15.12.2017 | Informationstechnologie