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Frankreich und Deutschland planen Bau eines gemeinsamen Satelliten zur Messung von Kohlendioxid- und Methanemissionen

08.12.2009
Für den Satelliten ist der Name Microcarb vorgesehen. Während Frankreich als Nutzlast des Satelliten ein Infrarotspektrometer für die Messung von CO2 in einem Bereich von 500 km mal 500 km über der von dem Satelliten überflogenen Fläche in das Gemeinschaftsprojekt einbringen will, würde die vorgesehene deutsche Nutzlast in dem von deutschen Ingenieuren entwickelten Messgerät LIDAR bestehen.

Die französische Nutzlast wurde in mehrjähriger Zusammenarbeit von der Firma Thales Alenia Space, CNES und dem "Laboratoire des sciences du climat et de l'environnement" (LSCE) entwickelt.

Die Finanzierung des Projekts bewegt sich in einer Größenordnung von 100 Millionen Euro. Die Kommission "Grand emprunt national" für Zukunftsinvestitionen (Juppé / Rocard) hat kürzlich vorgeschlagen, den Satelliten aus Mitteln der geplanten Staatsanleihe zu finanzieren. Eine abschließende Entscheidung darüber, ob der Satellit als rein französisches Projekt oder als deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt durchgeführt werden soll, ist noch nicht getroffen.

Microcarb wird nicht - so Le Figaro vom 4.12.2009 - der erste nach CO2 "schnüffelnde" Satellit sein. Der japanische Satellit Ibuki (Gosat) ist bereits seit Januar 2009 im Orbit. Die Amerikaner planen den Neubau ihres Satelliten OCO, der im Februar 2009 kurz nach seinem Start ins Meer gestürzt ist.

Die Konkurenz von OCO erschreckt - so Le Figaro weiter - den für das "programme climat" bei Thales Alenia Space Verantwortlichen, Christophe Nussli, nicht. OCO sei zwar genauer, Microcarb überfliege aber öfter denselben Punkt der Erde; dies sei ein wichtiger Trumpf, da CO2 sich sehr schnell in der Atmosphäre verflüchtige. In Wirklichkeit seien Microcarb und OCO komplementär.

Quelle: Le Figaro (sciences médecine) vom 4.12.2009

| Le Figaro
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de

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