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Erste Beobachtungen des GLAST-Satelliten

05.09.2008
Konzipiert wurde der Satellit GLAST (Fermi Gamma-Ray Space Telescope) zur Detektierung von hochenergetischen Gammastrahlen-Quellen im All.

Der Satellit und seine Instrumente wurden im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Forschungsteams des französischen Instituts für wissenschaftliche Forschung (IN2P3 und INSU-CNRS) und der Atomenergiebehörde CEA entwickelt. Die ersten von ihm aufgenommenen Aufnahmen sind sehr vielversprechend.

In den zwei Monaten nach dem Start von GLAST am 11. Juni 2008 haben die Wissenschaftler die beiden sich an Bord befindlichen Instrumente getestet und kalibriert: das LAT (Large Area Telescope) und der GBM (GLAST Burst Monitor). Das Team des LAT veröffentlichte am 26. August 2008 eine Ansicht des gesamten Himmels. Zu erkennen ist das leuchtende Gas der Milchstraße, blinkende Pulsare und eine leuchtend helle Galaxie in mehreren Milliarden Lichtjahren Entfernung. Dieses Bild entstand aus mehreren Beobachtungsdaten, die in insgesamt 95 Stunden gewonnen wurden.

Ein ähnliches Bild war vom GLASTVorgänger CGRO (Compton Gamma Ray Observatory), der von der NASA entwickelt wurde, aufgenommen worden. Zur Entstehung dieser Aufnahme waren mehrere Jahre nötig. Das LAT sucht alle drei Stunden den gesamten Himmel ab, wenn er im Scan-Modus arbeitet.

Diese kontinuierlichen Aufnahmen ermöglichen die Überwachung der Aktivität von schnellen variablen Quellen. Das Instrument erkennt die Photonen, die eine Energie von 20 MeV bis 300 GeV aufweisen.

Der oberste Energiebereich wurde bislang nur unzureichend erforscht und entspricht einer Energie, die 5 Millionen mal höher ist, als die X-Strahlen in der Medizin.

Das zweite Instrument des Satelliten, der GBM, konnte im Laufe der ersten Monate bereits 31 Gammastrahlen- Ausbrüche beobachten.

Diese energiereichen Explosionen entstehen durch den Tod eines sehr massereichen Sterns in einer Supernovaexplosion oder durch den Zusammenstoß zwischen Neutronensternen. Der GBM reagiert auf Gammastrahlen mit niedrigerer Energie (8 keV bis 30 MeV) als das LAT.

Kontakte:
- http://www.cea.fr/
- http://www.insu.cnrs.fr/
- http://www.in2p3.fr/
Quelle: Pressemitteilung des CEA – 28.08.2008 http://www.cea.fr/le_cea/actualites/premiere_lumiere_du_satellite_glast-5572

Redakteur: Romain Collignon, romain.colligon@diplomatie.gouv.fr

Wissenschaft-Frankreich (Nummer 148 vom 04.09.2008)
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