Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einblick in die Dynamik der Nanowelt

16.09.2011
Universität Göttingen beteiligt sich an neuem Virtuellen Institut der Helmholtz-Gemeinschaft

Röntgenphysiker der Universität Göttingen sind an einem neuen Virtuellen Institut zur Nano-Bildgebung der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt.

Wissenschaftler aus den Bereichen Röntgenphysik, Biophysik und Chemie werden dort gemeinsam hochauflösende bildgebende Verfahren für biologische und chemische Prozesse entwickeln und auf aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen anwenden.

Das neue Institut ist am Hamburger Forschungsinstitut DESY angesiedelt, Sprecher ist Prof. Dr. Christian Schroer von der Technischen Universität Dresden. Weitere Partner sind die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt das Virtuelle Institut „In-Situ Nano-Imaging of Biological and Chemical Processes“ fünf Jahre lang mit insgesamt 2,5 Millionen Euro. Sie fördert damit die Zusammenarbeit von universitären und außeruniversitären Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an einem gemeinsamen Thema.

In den Nanowissenschaften, der Chemie und den Lebenswissenschaften gibt es einen wachsenden Bedarf an hochauflösenden bildgebenden Verfahren auf der Mikro- und Nanometerskala. Die physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften eines Objekts hängen stark von dessen Struktur und chemischer Zusammensetzung ab. Deshalb ist die Strukturbestimmung grundlegend für das Verständnis biologischer und chemischer Prozesse, die wiederum einen wichtigen Beitrag zur Gesundheits-, Umwelt- oder beispielsweise Energieforschung leisten. Bildgebende Verfahren sind dazu besonders geeignet, da sie chemische und strukturelle Kontraste deutlich machen können und dabei den zerstörungsfreien Blick ins Innere eines Objekts oder einer speziellen Probenumgebung ermöglichen.

Vom Institut für Röntgenphysik der Universität Göttingen sind Prof. Dr. Sarah Köster und Prof. Dr. Tim Salditt an dem neuen Institut beteiligt. Prof. Köster leitet die Forschergruppe „Nanoscale Imaging and Cellular Dynamics“. Sie ist außerdem Mitglied des Courant Forschungszentrums „Nanospektroskopie und Röntgenbildgebung“ der Universität Göttingen, das mit Mitteln aus der Exzellenzinitiative eingerichtet wurde. Prof. Salditt ist Koordinator des Courant Forschungszentrums. Die Wissenschaftler nutzen künftig die Röntgenmikroskope an den Strahlungsquellen FLASH und PETRA III am DESY sowie später am Forschungsinstitut European XFEL in Hamburg.

Kontaktadressen:
Prof. Dr. Sarah Köster
Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Röntgenphysik
Telefon (0551) 39-9429
E-Mail: sarah.koester@phys.uni-goettingen.de
Prof. Dr. Tim Salditt
Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Röntgenphysik
Telefon (0551) 39-9427
E-Mail: tsaldit@gwdg.de

Dr. Bernd Ebeling | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/crc-physik/cellulardynamics
http://www.roentgen.physik.uni-goettingen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht NAWI Graz-Forschende vermessen Lichtfelder erstmals in 3D
26.06.2017 | Technische Universität Graz

nachricht Sind Zeitreisen physikalisch möglich?
26.06.2017 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblick ins geschlossene Enzym

26.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Laser – World of Photonics: Offene und flexible Montageplattform für optische Systeme

26.06.2017 | Messenachrichten

Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017

26.06.2017 | Messenachrichten