Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computersimulationen zeigen Eigenschaften von Galaxien

27.07.2009
Prof. Dr. Anatoly Klypin, Experte für die Computersimulationen der Galaxienentstehung, hält am Astrophysikalischen Institut Potsdam (AIP) eine Vorlesungsreihe über Extragalaktische Astrophysik.

In der kommenden Woche, vom 27. Juli bis 31. Juli 2009, hält Dr. Anatoly Klypin, Professor für Astrophysik an der New Mexico State University, eine Vorlesungsreihe am Astrophysikalischen Institut Potsdam (AIP) in der er unter anderem auf die Eigenschaften unterschiedlicher Galaxientypen eingeht.

Um diese Eigenschaften zu verstehen, sind umfangreiche Computersimulationen erforderlich. Prof. Anatoly Klypin arbeitet derzeit für vier Monate auf einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Mercator-Professur an der Universität Potsdam.

In seiner Vorlesungsreihe für fortgeschrittene Studenten und Doktoranden behandelt Anatoly Klypin am Montag und Dienstag die Eigenschaften verschiedener Typen von Galaxien. Am Mittwoch konzentriert sich der Astrophysiker in seiner Vorlesung auf die Struktur unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Die letzten beiden Tage der Vortragswoche sind kosmologischen Problemen wie der Dunklen Materie und der Dunklen Energie gewidmet.

Anatoly Klypin hat 1980 seine Doktorarbeit in Moskau bei Jakob Zeldovich und Andrei Doroshkevich geschrieben. Nach Aufenthalten am Max-Planck-Institut für Astrophysik in München, der CITA Toronto und der University of Kansas ist er seit 1994 Professor für Astrophysik an der New Mexico State University in Las Cruces (USA). Bereits in den 80er Jahren hat er erste Computerexperimente zur Galaxienentstehung durchgeführt. Heute ist er weltweit einer der führenden Experten auf diesem Gebiet. Für seine Simulationen benutzt er Computer der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA sowie des Leibnizrechenzentrum in Garching, wo sich die größten und schnellsten Computer der Welt befinden. Man würde mehr als 70 DVDs benötigen, um das Ergebnis einer seiner Simulationen aufzubewahren. Im Rahmen des virtuellen Observatoriums am AIP werden diese Simulationen interessierten Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung gestellt.

Kontakt:
Wissenschaftlicher Kontakt:
Dr. Stefan Gottlöber, sgottloeber@aip.de, 0331 7499 516
Presse Kontakt:
Madleen Köppen, presse@aip.de, 0331 7499 469
Das AIP beschäftigt sich vorrangig mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Daneben wirkt das Institut als Kompetenzzentrum bei der Entwicklung von Forschungstechnologie in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Das AIP ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Das AIP ist eine Stiftung privaten Rechts und ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören derzeit 86 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder, die wissenschaftliche Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung bearbeiten.

Madleen Köppen | idw
Weitere Informationen:
http://www.aip.de/pr/presse.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Neuartige Halbleiter-Membran-Laser
22.03.2017 | Universität Stuttgart

nachricht Seltene Erden: Wasserabweisend erst durch Altern
22.03.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie