Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktuelles vom Arbeitsmarkt: Top-Chancen für Physiker

10.12.2007
Physikerinnen und Physiker haben zurzeit sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote in dieser Berufsgruppe liegt bei etwa zwei Prozent. Dies meldet das Physik Journal, Mitgliederzeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), in seiner Dezember-Ausgabe.

"Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Physikerinnen und Physiker ist in den letzten drei Jahren stark zurückgegangen", sagt Dr. Udo Weigelt, der im DPG-Vorstand für Berufsfragen zuständig ist. "Aufgrund der günstigen Konjunktur war es besonders für junge Leute vergleichsweise einfach, eine Anstellung zu finden. Vom positiven Wirtschaftstrend profitierten aber auch ältere Fachkräfte mit Berufserfahrung."

Bei der Erstellung der aktuellen Arbeitslosenstatistik berücksichtigte die DPG Daten, die von der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellt wurden. Erhoben wurden diese Daten zum Teil von den Arbeitsagenturen und zum Teil von den Kommunen. Die Statistik erfasst sowohl Physiker mit Universitätsabschluss, als auch Physikingenieure mit Fachhochschul-Diplom. Fazit: seit 2004 sind die Arbeitslosenzahlen von Jahr zur Jahr deutlich zurückgegangen. Referenzmonat ist dabei der jeweilige September. Zuletzt -- von 2006 auf 2007 -- sank die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen um rund 32 Prozent.

Im Herbst 2007 gab es demnach bundesweit knapp 1.300 als arbeitslos gemeldete Physikerinnen und Physiker. "Angesichts von 60.000 bis 80.000 Akademikern mit physikalischer Ausbildung entspricht dies einer Arbeitslosenquote von ungefähr zwei Prozent", meint Weigelt.

... mehr zu:
»Arbeitslosenquote »Physik

Stellenangebote

Mehr als drei Viertel der Stellenanzeigen für Physikerinnen und Physiker, die der Agentur für Arbeit im Jahr 2007 gemeldet wurden, stammten aus der Wirtschaft oder der öffentlichen Verwaltung. Die übrigen Jobangebote kamen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Fachleute mit physikalischer Expertise wurden für die unterschiedlichsten Aufgaben benötigt. "Wichtigste Stellenanbieter sind nach wie vor die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie", stellt Weigelt fest. "Im Jahr 2007 kamen über 25 Prozent der Angebote aus diesem Bereich. Hier sind die Schwerpunkte Elektro-, Mikro-, Laser- und Medizintechnik." Ausschau nach physikalischen Fachkräften hielt auch das produzierende Gewerbe. "Eine Spitzenstellung nehmen hierbei die Hersteller von Messapparaturen ein", so Weigelt. "Außerdem wurden Physikerinnen und Physiker für die Produktion von Fahrzeugtechnik, elektronischen Komponenten und Haushaltsgeräten gesucht."

Gegenüber den Vorjahren stieg zudem der Bedarf im Bereich der Personaldienstleistung und Zeitarbeit deutlich an. Während der Anteil solcher Stellenangebote im Jahr 2005 noch etwa fünf Prozent betrug, erhöhte sich dieser Wert auf aktuell rund 12,5 Prozent. Jobangebote gab es ferner aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, der Unternehmensberatung und der öffentlichen Verwaltung.

Ausblick

Positiv sieht Weigelt auch die weitere Entwicklung des Arbeitsmarkts: "Physikerinnen und Physiker haben auf absehbare Zeit weiterhin gute Chancen, einen interessanten Job zu finden. Denn die Industrie ist mehr denn je auf technische Innovationen angewiesen. Und dafür wird die Physik auch künftig entscheidende Grundlagen schaffen."

Dr. Marcus Neitzert | alfa
Weitere Informationen:
http://www.dpg-physik.de/presse/pressemit/2007/dpg-pm-2007-032.html

Weitere Berichte zu: Arbeitslosenquote Physik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Heiß & kalt – Gegensätze ziehen sich an
25.04.2017 | Universität Wien

nachricht Astronomen-Team findet Himmelskörper mit „Schmauchspuren“
25.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie