Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Riesiges Funkteleskop sucht außerirdische Signale

11.10.2007
SETI-Projekt hört Weltraum mit 350 Satellitenschüsseln ab

Ein riesiges Funkteleskop wird künftig das SETI-Institut bei seiner Suche nach außerirdischen Signalen im Weltraum unterstützen. Bei dem in Zusammenarbeit mit der University of California, Berkeley entwickelten Projekt handelt es sich um eine riesige Fläche in der Nähe von Hat Creek in Kalifornien, die mit 350 Empfangsschüsseln mit jeweils sechs Meter Durchmesser ausgestattet wird. In der heute, Donnerstag, offiziell gestarteten Phase eins wurden 42 Antennen in Betrieb genommen.

Mithilfe des Funkteleskopenfelds, das nach dem Namen des Microsoft-Mitbegründers und Sponsors Paul Allen auf den Namen Allen Telescope Array getauft wurde, wollen die Forscher die Suche nach außerirdischen Technologiesignalen verstärken. Über aufgeschnappte Funkwellen können zudem Rückschlüsse auf astronomische Körper geschlossen werden, die mit herkömmlicher Beobachtungstechnologie nicht aufgespürt werden können, so die SETI-Verantwortlichen anlässlich der heutigen Präsentation. Der beobachtete Frequenzbereich liegt im Spektrum von ca. einem bis zehn Gigahertz, da dieser großteils frei von störenden Funkinterferenzen bekannter Quellen ist.

Während die SETI-Wissenschaftler vor allem an intelligentem außerirdischem Leben interessiert sind, gehen Weltraumorganisationen wie die ESA einen etwas anderen Weg. "Wir konzentrieren uns auf die Suche nach Planeten, die Leben jeglicher Art ermöglichen", so Michael Khan, Missionsanalytiker bei der ESA, im Gespräch mit pressetext. Zu diesem Zweck werden verstärkt Raumsonden in das Weltall ausgeschickt, die außerhalb der störenden Erdatmosphäre etwa im Infrarotbereich nach bisher unbekannten Planeten forschen.

... mehr zu:
»ESA »Funkteleskop »Planet

Als besonders ehrgeiziges Projekt gilt die von der ESA geplante Darwin-Mission, die bis spätestens 2020 realisiert werden soll. Diese sieht ein komplexes System aus sechs Einzelsatelliten vor, die in genau definierten Abständen zueinander das All überblicken sollen. "Das Besondere dabei ist, dass das Satellitensystem durch Abgleichung seiner Signale die Lichtemissionen von Sternen ausblenden können. Dadurch bekommen die Satelliten freie Sicht auf die in der Nähe befindlichen Planeten des beobachteten Sonnensystems", erklärt Khan. Die ESA hofft, auf diesem Weg neue erdähnliche Planeten entdecken zu können, die bisher vom Licht beobachteter Sterne überstrahlt wurden.

Martin Stepanek | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.berkeley.edu
http://www.seti-inst.edu

Weitere Berichte zu: ESA Funkteleskop Planet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht MADMAX: Ein neues Experiment zur Erforschung der Dunklen Materie
20.10.2017 | Max-Planck-Institut für Physik

nachricht Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung
20.10.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise