Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Raumfahrtmission DAWN startet mit Rechnern der Technischen Universität Braunschweig

05.07.2007
Die Vorbereitungen für einen Start der US-amerikanischen Raumfahrtsonde DAWN sind weitestgehend abgeschlossen: Am Samstag, 7. Juli 2007, um 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnt von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida/USA aus die Mission.

Das Ziel von DAWN ist die detaillierte Erkundung von zwei der größten Protoplaneten im Asteroidengürtel, Ceres and Vesta. Mit dabei sind hochleistungsfähige Kompaktrechner aus der TU Braunschweig. Sie sorgen dafür, dass die Sonde brilliante Bilder und Daten erstellen und zur Bodenstation senden kann.

Protoplaneten sind Vorläufer von Planeten, wie wir sie kennen. Die Beschaffenheiten von Ceres und Vesta weisen ähnliche Eigenschaften auf, wie sie in den ersten paar Millionen Jahren des Sonnensystems vorherrschten. Mit ihrer Erkundung unternimmt die NASA-Sonde gleichsam eine Reise in die Vergangenheit, um Aufschlüsse über die Herkunft und Entwicklung unseres Sonnensystems zu liefern. Nach ihrem Start wird die Sonde den Protoplaneten Vesta im Oktober 2011 erreichen. Nachdem Vesta sieben Monate lang erforscht ist, soll DAWN ihr endgültiges Ziel Ceres im Februar 2015 erreichen.

"Zwei DAWN Framing Cameras (FC) sind die 'Augen' der Sonde", erläutert Prof. Harald Michalik vom Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze (IDA) der TU Braunschweig. "Es handelt sich dabei um komplett in Deutschland entwickelte Multispektral-Kameras, die in verschiedenen Bereichen des sichtbaren und nahen infraroten Lichtes hochauflösende Bilder von den Asteroiden übermitteln werden." Die Kameras sollen außerdem zur optischen Navigation von DAWN eingesetzt werden. Sie sind vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau/Harz und dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Berlin gemeinsam mit dem IDA in Braunschweig entwickelt worden.

... mehr zu:
»DAWN »IDA »Sonde »Vesta

"Das IDA hat für die Framing Cameras kleine aber leistungsfähige Rechner entwickelt und geliefert", so Michalik. "Damit kann die aufwändige Bildverarbeitung schon in der Kamera erfolgen. Die Datenmenge, die dann auf die Erde übertragen werden muss, verringert sich dadurch wesentlich. Wir können dadurch viel mehr und bessere Bilder liefern."

Der Rechner ist eine Weiterentwicklung des schon für die Kamera VMC auf der europäischen Venus-Express Sonde erfolgreich eingesetzten Computers. Die Sonde umkreist seit über einem Jahr die Venus, und VMC hat schon mehr als 32.000 Bilder mit einem Datenvolumen von über 16 GBytes zur Erde gefunkt.

Weitere Informationen:

Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze (IDA)
Technische Universität Braunschweig,
Tel.: 0531/391-3733 oder -3795 oder
Dipl.-Ing. Björn Fiethe, Tel.: 0531/391-3796

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://dawn.jpl.nasa.gov
http://www.ida.ing.tu-bs.de/index.php?id=842&L=0
http://www.mps.mpg.de/projects/dawn

Weitere Berichte zu: DAWN IDA Sonde Vesta

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie
06.12.2016 | Max-Planck-Institut für Kernphysik

nachricht Neue Perspektiven durch gespiegelte Systeme
05.12.2016 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften

Diabetesforschung: Neuer Mechanismus zur Regulation des Insulin-Stoffwechsels gefunden

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie