Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Raumstation wird zum Fernsehstudio

14.11.2006
Nasa startet HD-Live-Übertragung aus dem All

Die US-Raumfahrtbehörde NASA startet morgen, Mittwoch, mit einer HD-Live-Übertragung aus der Internationalen Raumstation ISS. Damit können erstmals Bilder aus dem All quasi in Echtzeit in High-Definition-Qualität von Fernsehzuschauern konsumiert werden. Bisher wurde im All geschossenes HD-Material stets zur Erde zurücktransportiert und dort für die Ausstrahlung aufbereitet. Als Kameraleute im neu geschaffenen Weltraum-Fernsehstudio hat die NASA kurzerhand den eigenen Kommandanten Michael Lopez-Alegria sowie den deutschen ESA-Astronauten Thomas Reiter engagiert.

"Eine HDTV-Auflösung ist rund sechs Mal so hoch wie normale Videobilder. Mit diesem Live-Stream bekommt die Öffentlichkeit erstmals einen realitätsnahen Eindruck, wie es ist vor Ort zu sein", so NASA-Sprecher Rodney Grubbs zur geplanten Aktion. Als Kooperationspartner fungieren neben der Japanese Aerospace Exploration Agency (JAXA) auch die US-Sendeanstalt Discovery HD Theater und die japanische Rundfunkanstalt NHK http://www.nhk.or.jp . Der Live-Broadcast wird vorerst nur in Japan und den USA zu sehen sein. Eine Ausweitung auf Fernsehanstalten anderer Länder ist derzeit nicht geplant.

Bei der europäischen Weltraumorganisation ESA http://www.esa.int verfolgt man das US-amerikanische TV-Projekt mit Interesse, sieht aber aufgrund der geringen HDTV-Verbreitung keinerlei akuten Handlungsbedarf. "Gewisse Aufnahmen, die einen längerfristigen Wert haben, werden auch von uns bereits jetzt in HD produziert", erklärt Claus Hatfast, Television Executive Producer der ESA, auf Anfrage von pressetext. Diese Aufnahmen seien aufgrund der geringen Broadcast-Möglichkeiten derzeit aber beinahe ausschließlich für das Archiv bestimmt, so Hatfast.

... mehr zu:
»ESA »Raumstation

Die Übertragung aus der Internationalen Raumstation dient der NASA-Crew als Test für eine zukünftige Echtzeit-Videoverbindung in HDTV-Qualität, die nicht nur Fernsehzusehern sondern auch Wissenschaftlern und der NASA-Kommandozentrale zugute kommen soll. Als problematisch im Sinne eines echten Live-Streams gilt dabei die begrenzte Bandbreite, die für das Übermitteln der Videobilder verwendet werden. Da die Datenrate der HD-Übertragung die Downlink-Bandbreite von der Station zur Erde derzeit noch übersteigt, müssen entsprechende Verzögerungen in Kauf genommen werden, bis das Material vollständig für Sendestationen verfügbar ist.

Martin Stepanek | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nasa.gov
http://www.jaxa.jp
http://dhd.discovery.com

Weitere Berichte zu: ESA Raumstation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht MADMAX: Ein neues Experiment zur Erforschung der Dunklen Materie
20.10.2017 | Max-Planck-Institut für Physik

nachricht Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung
20.10.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise